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Interview mit Ramez Dyoub






Eine Facebookgruppe die sich für den libanesischen Fussball interessiert hat ein Interview mit dem libanesischen Nationalspieler Ramez Dyoub, der momentan im Bahrain bei Al Shabab spielt, geführt.

Frage: Was hälst du vom libanesischen Fussball?

Antwort: Der Fussball dort ist echt schwach. Doch es ist nicht die Schuld der einzelnen Spieler, sondern eher des Verbands. Der Verband sieht es nicht als angebracht den Fussball zu professionalisieren. So verlieren auch die Spieler in der Liga den Spass an der eigenen Verbesserung.

Frage: Wir haben einige gute Spieler im Ausland. Warum spielen die nicht für uns?

Antwort: Sie wollen es nicht, weil der Verband sich einfach nicht um solche Spieler bemüht. Ich glaube das die Nationalmannschaft anfang nächsten Jahres wieder anfangen will Spiele zu organisieren. Ich hoffe das wir bis dahin eine akzeptable Mannschaft aufstellen können.

Frage: Denkst du das die Spieler im Ausland die richtige Entscheidung für unsere Nationalmannschaft sind?

Antwort: Ein Mix aus der heimischen Liga und dem Ausland können nicht schaden. Junge Spieler die 23-26 Jahre alt sind und die gewillt sind weiterzukommen brauchen wir. Indien, Bahrain und VAE sind nicht viel besser als unsere eigenen Spieler, aber sie arbeiten daran, wir sehen nur zu.

Frage: Bleiben wir im Ausland. Reden wir über Ghaddar, Mohamad und Antar. Was denkst du über Sie?

Antwort: Es sind gute Freunde von mir und wünsche jedem von denen alles Gute. Mohamad Ghaddar hat momentan eine schwere Zeit zu leben. Er braucht Zeit und Einsätze um sich zu beweisen.

Frage: Hast du irgendwann mal vor wieder in den Libanon zu wechseln?

Antwort: Bei allem Respekt, in die libanesische Liga wechsele ich nie wieder.

Frage: Informierst du dich aber noch über die Liga? Und wenn ja, welches Team ist für dich am besten aufgestellt?

Antwort: Ja, es stimmt, ich informiere mich noch über den Libanon. Für mich ist Al Ahed am besten aufgestellt. Man arbeitet mit jungen Spielern, hat keine finanziellen Probleme und haben ein gutes Management.


Frage: Gehen wir wieder ins Ausland. Was hast du empfunden als du hörtest, dass die Weltmeisterschaft 2022 im Katar stattfinden wird?

Antwort: Es ist ein Geschenk für den arabischen Raum. Aber seid euch sicher, nach der WM´22 wird es nie wieder eine WM auf arabischen Boden geben. Also müssen wir es genießen.

Frage: Von welcher Mannschaft bist du ein Fan und welche Spieler findest du gut?

Antwort: Ich mag den AC Mailand wegen Maldini sehr. Wayne Rooney und Cristiano Ronaldo sind fantastische Fussballer.

Frage: Welcher libanesische Trainer ist für dich der beste?

Antwort: Es gibt nur Emile Rustom der über halbwegs guten Fussballwissen verfügt.

Frage: Du hast ja noch nicht ein Ligaspiel im Bahrain wegen den Papierproblemen, die es dir nicht ermöglichten zu spielen. Was erhoffst du dir von dieser Saison?

Antwort: Sei dir sicher. Der Bahrain ist nicht das Ziel meiner Träume. Ich werde hoffentlich in einer noch besseren Liga spielen.

Frage: Wird es also einen Wechsel nach Europa geben?

Antwort: Ich wurde zwar nach relativ kurzer Zeit zum Kapitän ernannt, aber ich denke schon dass ich schon im Januar den Verein verlassen werde.


Frage: Stell dir vor du wärst der Trainer der libanesischen Nationalmannschaft. Mit welchen Spielern hättest du gespielt?

Antwort: Ich würde im 4-4-2 spielen. Auf die schnelle fallen mir Ziad Al Samad, Ali Saadi, Youssef Mohamad, Bilal Najarin, Nasrat Al Jamal, Roda Antar, Hassan Maatouk und Abbas Atwi ein. Es gibt sicherlich noch einige andere talentierte Fussballer im Ausland. Für unsere A-Nationalmannschaft wäre ein ausländischer Trainer angebrachter.

Frage: Was müsste sich im libanesischen Fussball ändern, damit wir gute Zeiten erleben?

Antwort: Einen neuen Verband aufstellen der nichts mit der Politik im Land zu tun hat. Mehr Sponsoren aus dem eigenen Land sollten sich wagen in die NM zu investieren. Dazu noch Spieler Auslandserfahrung gewähren.

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