Sonntag, 5. Dezember 2010

Schade, FC - Unglückliches 2:3 in Leverkusen


Nach einem tollen Spiel verliert der 1. FC Köln unglücklich mit 2:3 (1:1) bei Bayer Leverkusen. Ein reguläres Tor von Lukas Podolski wurde nicht anerkannt.

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena erzielten Geromel und Lanig die Treffer für den FC. Helmes, Barnetta und Reinartz trafen für die Gastgeber.

Freis feiert Comeback

FC-Coach Frank Schaefer musste im rheinischen Derby auf seinen besten Torschützen verzichten. Milivoje Novakovic hatte sich am vergangenen Wochenende im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg einen Muskelfaserriss zugezogen und stand daher nicht im Kader. Für ihn rückte Sebastian Freis in die Mannschaft, der seine Schulterverletzung auskuriert hatte und erstmals seit dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am sechsten Spieltag wieder auf dem Platz stand. Martin Lanig saß nach abgelaufener Gelbsperre zunächst nur auf der Bank.

Bayer erwischt besseren Start

Die Anfangsphase in der BayArena gehörte den Gastgebern. Die Elf von Trainer Jupp Heynckes ließ den Ball gut laufen, rochierte viel und wirkte trotz der widrigen Platzverhältnisse ballsicher. Bereits nach 6. Minuten erspielten sich die Leverkusener die erste gute Tormöglichkeit. Barnetta flankte maßgeschneidert auf den ehemaligen FC-Stürmer Helmes, der den Ball knapp über das FC-Gehäuse spitzelte. Nur zwei Minuten später setzte Barnetta das Leder aus der Distanz neben den linken Pfosten. Die erste Chance des FC folgte in der 11. Spielminute: Freis ließ Friedrich im Strafraum mit einem Haken aussteigen, brachte dann aber zu wenig Druck hinter den Ball beim Torabschluss.

Helmes trifft, Geromel gleicht aus

Der FC schien gerade besser ins Spiel zu kommen, als die Gastgeber in Führung gingen. Sam steckte im Strafraum den Ball zu Renato Augusto, der sich gegen Jajalo durchsetzte und abzog. FC-Keeper Mondragon konnte den Ball nur nach vorne prallen lassen, wo Helmes lauerte und zur Führung für die Werkself einschoss (21.). Die Antwort des FC ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Podolski brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld mit viel Schnitt in den Sechzehner, wo sich Geromel geschickt von seinem Gegenspieler gelöst hatte und gekonnt den Ball zum 1:1 in die Maschen beförderte (26.). Das Spiel gestaltete sich nun ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Die Gastgeber hatten zwar mehr Spielanteile, der FC wirkte jedoch bei seinen Vorstößen gefährlicher. Die beste Gelegenheit auf FC-Seite hatte Podolski, der nach einer tollen Hackenablage von Freis an der Strafraumgrenze zum Abschluss kam, aber zu ungenau zielte, so dass Bayer-Keeper Adler nur wenig Mühe hatte den Schuss zu parieren (40.). Eine weitere gute Kontermöglichkeit verspielte Brecko leichtfertig, als er den völlig freistehenden Freis in Szene setzen wollte, aber den Ball zu steil passte (43.). So blieb es beim 1:1 zur Pause.

Doppelschlag durch Barnetta und Reinartz

Ohne personelle Veränderung ging es in die zweite Halbzeit. Das Spiel blieb intensiv und temporeich, wenngleich sich beide Mannschaften zunächst schwer taten, echte Torchance zu kreieren. Umso überraschender fiel dann die erneute Führung für die Gastgeber in der 54. Minute. Nach einem Ballverlust von Ehret am Leverkusener Str Strafraum konterte die Elf von Jupp Heynckes mustergültig. Am Ende landete der Ball bei Barnetta, der mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck FC-Keeper Mondragon keine Chance ließ.

Und wieder hätte der FC beinahe postwendend ausgeglichen. Podolski spielte Matuschyk im Strafraum frei, der Pole fackelte nicht lange und hämmerte das Leder auf das Tor der Gastgeber. Adler konnte den Ball nicht festhalten, Poldi staubte ab, doch Schiedsrichter Brych pfiff den korrekten Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsposition des FC-Stürmers ab (58.) – Pech für den FC! Stattdessen erhöhte Leverkusen nach einem Eckball auf 3:1. Friedrich hatte nach der Hereingabe von Castro zunächst nur die Latte getroffen, Reinartz stand jedoch goldrichtig beim Abpraller und beförderte den Ball per Kopf über die Torlinie (61.).

Lanig verkürzt

FC-Coach Frank Schaefer reagierte umgehend und brachte Lanig für Pezzoni. Und der Joker stach direkt. Podolski passte nach einer tollen Einzelaktion prima quer auf den Neuling, der sich gegen Reinartz durchsetzte und aus 11 Metern Adler überwand (65.). Kurz darauf hatte der Blondschopf dann die Riesenmöglichkeit auf den Ausgleich. Ehret flankte vom linken Flügel schön in die Mitte, wo Lanig völlig unbedrängt zum Abschluss kam, allerdings den Ball nicht richtig traf (66.). Das hätte das 3:3 sein müssen! Der FC legte weiterhin den Vorwärtsgang ein. Angeführt vom äußerst umtriebigen Podolski brachte der FC die Abwehr der Werkself immer wieder in Verlegenheit, allerdings fehlte dem FC die Präzision im Abschluss oder die Leverkusener bekamen immer noch ein Bein dazwischen. Auch die Einwechslungen von Terodde und Ionita verhalfen dem FC nicht zu mehr Durchschlagskraft, so dass der FC trotz einer starken Leistung nach 90 Minuten mit leeren Händen da stand.

Bayer Leverkusen: Adler – Castro, Friedrich, Hyypiä (44. Rolfes), Kadlec – Reinartz, Vidal – Barnetta, Renato Augusto (79. Balitsch), Sam (70. Bender) – Helmes

1. FC Köln: Mondragon – Brecko (85. Terodde), Mohamad, Geromel, Ehret – Pezzoni (64. Lanig), Petit – Jajalo, Matuschyk, Podolski – Freis (70. Ionita)

Tore: 1:0 Helmes (21.), 1:1 Geromel (27.), 2:1 Barnetta (55.), 3:1 Rolfes (61.), 3:2 Lanig (65.)

Zuschauer: 30.210 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Felix Brych

Gelbe Karten: Augusto (75.); Petit (90.)


Quelle: www.koeln.de

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