Donnerstag, 3. März 2011

Interview mit Lary Mehanna


Lary Mehanna war bis zum letzten Länderspiel im Februar 2010 Nationaltorwart der libanesischen Nationalmannschaft. Der 27-jährige ist in Beirut geboren, hat in Frankreich gelebt und sogar bei Paris St. Germains Jugend gespielt. Seit Juli 2010 ist er aber vereinslos.

Mit forum.kooora.com hat der Libanese ein kurzes Interview geführt:

Frage: Wie ist die Zeit, seitdem du Al Ansar verlassen hast, in Frankreich?

LM: Ich trainiere jeden Tag allein mit einem Personal Trainer. Den restlichen Tag verbring ich mit meinem Neffen.

Frage: Vermisst du den libanesischen Fussball? Und siehst du dir ab und an noch Spiele an?

LM: Ob ich den libanesischen Fussball vermisse? (lacht). Die Liga an sich nicht. Ich vermisse aber die Nationalmannschaft. Es hat mir dort immer sehr viel Spass bereitet. Über Al Ansar lese ich über Facebook oder der eigenen Website was momentan beim Verein läuft.

Frage: Wirst du wieder in den Libanon zurückkehren? Vielleicht zu Al Ansar?

LM: Nein. Mit Ansar habe ich einige Telefonate geführt die erfolglos geblieben sind. Das Thema Ansar ist abgehakt.

Frage: Al Ansar hat jetzt im AFC CUP gegen Nasaf Qarshi mit 3-0 verloren. Hast du das erwartet?

LM: Das es ein schweres Spiel ist, ja. Aber das Ansar mit 3-0 vom Platz geht ist hart. Nach den ganzen Vorbereitungen die das Team gemacht hatte, hab ich echt mit einem ordentlichen Ergebnis gerechnet.

Frage: Wie findest du die momentane Ligasituation von Al Ansar, die ja seid Beginn der Saison mit Geldproblemen zu kämpfen haben?

LM: In der nächsten Zeit wird es denke ich noch schwieriger für Al Ansar. Diese Geldprobleme werden sich früher oder später bemerkbar machen.

Frage: Was hälst du von der momentanen Weltranglistenplatzierung des Libanons?

LM: Diesen Platz haben wir uns echt nicht verdient. Wir sind viel besser. Das weiß ich.

Frage: Was sind deiner Meinung nach die Probleme im libanesischen Fussball?

LM: Das Geld und die Spieler. Die Vereine haben kein Geld um mal zu investieren. Und bei manchen ist es so, dass die nicht mehr aus sich machen wollen, weil ihnen dieses wenige Geld schon reicht.

Frage: Wir haben einige gute Spieler im Ausland. Warum werden die nicht für die Nationalmannschaft nominiert?

LM: Natürlich es gibt gute Libanesen im Ausland. Nur der Verband schläft ein wenig. Die richtigen Probleme mit Auslandsspieler begannen als Mohamad nicht mehr für den Libanon spielen wollte. Mit so einem wie ihn als Aushängeschild, hätten wir eine noch viel mehr stärkere Nationalmannschaft.

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