Samstag, 4. Juni 2011

Rustom: "Zur Not einbürgern"


In einem Interview mit http://www.alqabas.com.kw schildert der Trainer der Nationalmannschaft, Emile Rustom, die momentane Lage in der Nationalmannschaft, über die einheimischen Spieler sowie über die libanesische Liga und ihre wirtschaftlichen Verhältnisse ein.

So ist vor kurzem herausgekommen dass der libanesische Fussballverband Verhandlungen mit dem ehemaligen Trainer der Nationalmannschaft Theo Bücker (Deutschland) geführt hatte. Emile Rustom diese ausländischen Trainer als ein falsches Signal an die Nationalspieler.

Denn laut Rustom würde der ausländische Trainer eine ganze Menge an Gehalt verschlucken, während die eigenen Landsleute, also die Nationalspieler, mit viel, viel weniger auskommen müssen. Das Geld was man sich für einen ausländischen Trainer ausgeben wird, sollte man lieber in die Spieler investieren. Sachen wie ins Trainingslager fahren und Länderspiele im Ausland gegen stärkere Nationen planen würden den Spielern viel mehr helfen, als wenn der ganze Batzen an Geld zum ausländischen Coach fliessen würde.

Zum Fussball im Libanon erwähnte Rustom, dass man mehr wirtschaftliche Hilfen von Aussen wie beim Basketball benötigt. Der Basketball wurde in den letzten Jahren immer wieder gefördert. Die Spieler haben von Jahr zu Jahr immer mehr Geld bekommen und sich dadurch verbessert, da man ihnen die nötige Zeit gab um sich spielerisch weiterzubilden. Und genau das soll auch im Fussball passieren. Den Spielern die Chance geben sich zu entwickeln, auch mal ins Ausland zu gehen, um zu sehen wie es dort abläuft.

Dass der Libanon einen ordentlichen Nachwuchs aufzubieten hat, konnte man laut Rustom in den ganzen Partien der Olympiaauswahl sehen, wo man sich meist gegen stärkere Nationen sehr gut geschlagen hatte. Und genau auf sowas muss man setzen, will man auch im Fussball etwas erreichen.

Um mit der Nationalmannschaft erfolgreich zu sein, so Rustom, sollte der libanesische Verband auch mal auf Einbürgerungen zugreifen. Doch auch dies sollte mit Forderungen gestellt sein. Der Spieler muss sich voll mit dem Land identifizieren können und auf seiner Position sollte es keinen Libanesen geben der genau so stark ist wie er. Die Einbürgerungen sollen aber nicht einen krassen Ausmaß wie bei der Asienmeisterschaft 2000 haben, als der kroatische Trainer Josip Skoblar damals 5 BRASILIANER für das Turnier im eigenen Land eingebürgert hatte.

Zu den Auslandslegionären Roda Antar (Shandong Luneng), Youssef Mohamad (1.FC Köln) und Mohamad Ghaddar (Tishreen) hat der Nationaltrainer regelmässigen Kontakt. Antar und Ghaddar werden sehr wahrscheinlich an den Länderspielen teilnehmen. Bei Mohamad ist es noch unklar ob es zur Versöhnung kommt oder nicht.

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