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Libanon dank Bücker im Aufwind



Noch vor vier Monaten hätten nicht einmal die kühnsten Optimisten unter den libanesischen Fans erwartet, dass ihre Nationalmannschaft in der Gruppe B der dritten Runde der Asien-Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ eine bessere Platzierung als Rang drei belegen könnte.

Wenn man bedenkt, dass die Libanesen inzwischen die schlechteste Platzierung in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste verzeichnet hatten und im April dieses Jahres bis auf Rang 178 abgerutscht waren, erscheint eine solch pessimistische Erwartungshaltung mehr als verständlich. Daher schätzte man die Chancen in der WM-Qualifikation im Vorfeld als äußerst gering ein.

Bückers Botschaft
Wenige Tage nach seiner Berufung zum libanesischen Nationaltrainer im August 2011 hatte Theo Bücker dazu in einem Exklusiv-Interview mit FIFA.com indes gesagt: "Im Fussball ist nichts unmöglich. Daher sind wir zuversichtlich, dass wir durchaus gute Leistungen bringen können."

Und tatsächlich: Seine Spieler hatten seine Botschaft offenbar gehört. Denn nach einer 0:6-Pleite gegen die Republik Korea am ersten Spieltag der WM-Qualifikation kam sein Team rasch wieder auf die Beine und landete in Beirut gegen die Vereinigten Arabischen Emirate einen deutlichen 3:1-Erfolg, der den slowenischen Gästetrainer Srecko Katanec seinen Posten kostete.

Die guten Resultate in der WM-Qualifikation führten dazu, dass sich Libanon in der September-Wertung der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste um 14 Plätze verbessern und mit Rang 146 die beste Platzierung in diesem Jahr erreichen konnte.

Zufall oder Leistungsexplosion?
Viele betrachteten den Sieg über die Vereinigten Arabischen Emirate als Zufallsprodukt. Ihrer Meinung nach war Libanon noch immer nicht in der Lage, den Teams von Kuwait, Sieger beim Gulf Cup 2010, und der Republik Korea ernsthaft Paroli zu bieten.

Doch dann warfen die Schützlinge von Trainer Bücker sämtliche Prognosen über den Haufen, indem sie ein beständig hohes Spielniveau unter Beweis stellten. Nach einem verdienten Unentschieden in Beirut gegen Kuwait gelang den Libanesen gegen den gleichen Gegner ein überraschender 1:0-Auswärtssieg. Und mit dem unerwarteten 2:1-Erfolg über die Republik Korea im Rückspiel in Beirut setzte man dem Ganzen die Krone auf.

Dank dieser Ergebnisse kletterte Libanon in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste um weitere 35 Plätze nach oben und rangierte im November auf Position 111. Eine vergleichbare Platzierung hatten die Libanesen zuletzt im Januar 2007 inne gehabt, als sie auf Rang 110 standen.

Hoffnung auf weiteren Fortschritt
Von seiner bislang besten Platzierung - Rang 85 im Dezember 1998 - ist das libanesische Nationalteam noch ein Stück weit entfernt. Allerdings wecken die unter der sportlichen Leitung von Bücker gemachten Fortschritte berechtigte Hoffnungen auf weitere Verbesserungen im Klassement.

Als er von der jüngsten Wertung erfuhr, gestand der 63-jährige Trainer gegenüber FIFA.com: "Im Gegensatz zu dem, was ich vom Hörensagen kenne, befindet sich der libanesische Fussball auf einem guten Weg. Diesem Land mangelt es nicht an talentierten Spielern. Man muss sie nur gezielt betreuen und trainieren, um ihr ganzes Talent zu entfalten."

Der frühere Klubtrainer von Zamalek Kairo kam auch auf die Entwicklung seiner Mannschaft zu sprechen. "Da gibt es nichts Überraschendes, auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass wir uns in so kurzer Zeit um 49 Plätze verbessern würden. Jetzt gilt es, diese Platzierung zu halten, was sicher alles andere als leicht sein wird."

Die Zauberformel
Die Erfolgsserie, auf die Libanons Nationalmannschaft seit dem Amtsantritt von Theo Bücker verweisen kann, gleicht beinahe einem Wunder. Fast möchte man glauben, dass das Geheimnis dieses Erfolgs in dem brasilianischen Armband liegt, das der deutsche Trainer trägt.

"Das habe ich von einem brasilianischen Freund geschenkt bekommen", so Bücker lächelnd. "Ich arbeite ganz einfach nach einem festen Plan, mit dessen Hilfe ich die Mannschaft voranbringen kann. Dazu kommt noch die Unterstützung seitens des libanesischen Fussballverbandes. Bevor ich hierher kam, habe ich in neun verschiedenen Ländern als Trainer gearbeitet. Und am erfolgreichsten war ich bislang in Libanon. Ich habe mir einfach klare Ziele gesetzt, die auch meine Mannschaft verinnerlicht hat. Genau darin liegt der Schlüssel zum Erfolg."

Wir wissen nicht, ob sein Armband tatsächlich verborgene Kräfte besitzt. Als sicher gilt indes, dass der Qualitätssprung der libanesischen Nationalmannschaft in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste in erster Linie Bückers Erfahrung und der Entschlossenheit seiner Spieler zu verdanken ist.

Kommentare

  1. mashallah, weiter so...
    immer hart trainieren, dann reißen wir inshallah was.
    denn wie gesagt, an talent im Libanon mangelt es sicherlich nicht..
    yallah ya libnan !

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  2. diese entwicklungen ,machen mich als Libanesen Stolz <3

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  3. ya lab lass es bitte nicht so knapp sein wie 2002

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  4. wenn wir auf dem boden bleiben und nicht abheben dann schaffen wir alles !

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