Donnerstag, 28. Februar 2013

AFC fordert internationale Sperren!

Der Asiatische Fussballverband fordert dass die Spieler die an den Manipulationen beteiligt waren und nun für immer aus dem libanesischen Fussball gesperrt wurden, nun auch eine internationale Sperre erhalten müssen.

Das trifft auf Mahmoud El Ali und Ramez Dyoub, die zu der Sperre 15.000 US Dollar zahlen müssen. Diese wurden vom libanesischen Fussballverband verbannt. Das heisst, beide dürfen nie wieder im Libanon oder für den Libanon Spiele bestreiten. Dieser soll laut AFC zumindest für den asiatischen Raum ausgeweitet werden.

Würde es soweit kommen, wäre es ein tiefsitzender Schlag für El Ali und Dyoub. Denn beide verdienen momentan ihr Geld in Ostasien. El Ali bei Persiba in Indonesien und Ramez Dyoub bei Selangor in Malaysia. Damit wäre ihre Karriere so gut wie beendet.

Akram Moghrabi hingegen erhielt eine zweijährige Sperre, die er bereits als Vereinsloser (seit Anfang Februar) absitzt. Auch er wird wahrscheinlich bei keinem Verein im asiatischen Raum unterschreiben können.

Dienstag, 26. Februar 2013

Video zum Wettskandal

Verband sperrt wegen Manipulation viele Al Ahedspieler


Der libanesische Fussballverband und sein Manipulationskomitee haben wegen den im Libanon anhaltenden Manipulationsskandal erste "Worte" gesprochen. In einer zweimonatigen Untersuchung wurden drei Schiedsrichter, 18 Trainer, 44 Spieler und eine ganze Menge Vereinsmitarbeiter befragt um herauszufinden, wer wie und wo gewettet hat.

Der Verband verhängte Mahmoud El Ali (aktuell in Indonesien), Ramez Dyoub (Malaysia) und den Übersetzer der libanesischen Nationalmannschaft Fadi Fensh zu einer Strafe von 15.000 US Dollar und angeblich zu einer lebenslänglichen Strafe im libanesischen Fussball tätig zu sein.

Hassan Shahmarani (Al Ahed) und Mohamad Jaafar (Nejmeh) wurden für drei Jahre vom libanesischen Fussball gesperrt und erhielten noch dazu eine Strafe von 7.000 US Dollar.

Für eine Saison gesperrt und eine Strafe von 2.000 US Dollar erhielten eine ganze Menge von Al Ahed´s Spielern, die die Mehrheit der Spieler war, die an den Manipulationen beteiligt waren.

Diese sind:

Al Ahed: Ali Bazzi, Ali Faour, Ahmad Zreik, Hassan Mezher, Abbas Keenan, Mohamad Hammoud, Mohamad Abu Ateeq, Hussein Dakik, Mohamad Baqir Younes und Tarek El Ali

Nejmeh: Samer Zeinedinne, Nazih Assaad und Hussein Sharife

Safa: Ali Al Saadi, Bashar Mokdad und Omar Owayda

Für zwei Jahre wurde der Al Ahedmitarbeiter Ali Zennit gesperrt.

Insgesamt wurden sechs aktuelle Nationalspieler gesperrt. Daran erkennt man wie Tief die eigene Nationalmannschaft in diesem Sumpf steckte. Spiele, die man eigentlich gewinnen könnte, hat man für ein bisschen Geld verkauft.

Sonntag, 24. Februar 2013

Amin Younes mit seinem ersten Bundesligatreffer !

Amin Younes, hier zu sehen mit Borussia M´gladbach-Trainer Lucien Favre.
Amin Younes konnte am heutigen Tage seinen erstes Bundesliga-Tor feiern. Es war sein erstes Tor im zweiten Bundesliga-Einsatz für Borussia Mönchengladbach. Der 19-jährige, deutsche U-20-Nationalspieler, wurde in der letzten Woche noch gegen den HSV in der 66' Minute eingewechselt und zeigte eine ansprechende Leistung. Doch durfte er heute gegen die Borussia aus Dortmund von Anfang an auflaufen und belohnte sich und seine Mannschaft mit dem 1-1 gegen den amtierenden deutschen Meister !

Amin Younes´ Vater ist libanesischer Herkunft, also wäre er für den Libanon spielberechtigt. Unser Nationaltrainer Theo Bücker führte auch schon ein Telefonat mit dem aktuellen Shootingstar der Gladbacher, jedoch machte er (Amin Younes) unmissverständlich klar, dass er für Deutschland spielen möchte. Ich glaube damit sprechen wir im Namen aller Libanesen, wenn wir sagen, dass es dennoch schön wäre einen libanesischstämmigen Spieler in der Bundesliga zu haben. Und wer weiß, vielleicht wird es bald ein libanesischstämmiger Spieler in der deutschen Nationalmannschaft ?

Wir von http www.lebanfootball.blogspot.de wünschen Amin Younes jedenfalls alles gute und wünschen ihn das beste für seinen sportlichen Werdegang !

Hier der Treffer von Amin Younes:

Samstag, 23. Februar 2013

Kdouh gelingt Doppelpack

Mohamad Kdouh scheint sich in Litauen bei seinem neuen Klub FK Suduva wohl zu fühlen. Im Freundschaftsspiel zwischen seinem Verein Suduva und FK Dainava Alytus gelang Suduva ein 3:1 Sieg.

Kdouh gelang bereits in der 17.Spielminute nach einem guten Zuspiel das erste Tor des Spiels. Als danach nach nur fünf Minuten, also in der 23. Spielminute der Gegentreffer fiel, war Mohamad Kdouh wieder per Kopf da und machte somit den Weg für den Testspielsieg frei. 

Endgültig entschieden war das Spiel bereits in der 39. Spielminute als Kdouh´s Teamkollege Brokas zum 3-1 traf.

Suduva wird in der Saison 2013/2014 in der ersten Runde der EuroLeague vertreten sein.

Um die Tore von Kdouh zu sehen muss man auf Facebook angemeldet sein:

Tor 1: http://www.facebook.com/photo.php?v=515518941825337&set=vb.102261983151037&type=2&theater

Tor 2: http://www.facebook.com/photo.php?v=515519811825250&set=vb.102261983151037&type=2&theater

Sonntag, 17. Februar 2013

Libanon auf dem Weg zum Halbprofistatus?

Auf dem Weg zur Profiliga?
Der libanesische Fussball befindet sich seit gut mehr als zwei Jahren im Aufschwung. Grund genug sich jetzt über die heimische Amateurliga Gedanken zu machen. Amine Shhaf, einer der Verantwortlichen im Verband, erklärte in einem Interview dass dies sehr bald Realität sein könnte.

"Die Nationalmannschaft hat für unsere Verhältnisse sehr gute Ergebnisse erzielt. Dass ein paar Niederlagen dazwischen sind, war uns klar. Aber es ist ein Aufschwung zu erkennen, auf dem wir gerne jetzt aufbauen möchten. Der größte Teil der Nationalmannschaft besteht aus Spielern der libanesischen Liga. Bis auf vier, fünf Stammkräfte die ihr Geld im Ausland verdienen waren es also unsere Jungs die für die Erfolge gesorgt haben. Deswegen kann es nur der einzig richtige Weg sein die Liga zu professionalisieren." so Shhaf zu zwei arabischen Onlineportalen.

Der Sprung zur Halbprofiliga würde bedeuten, dass der Libanon einen Qualifikationsplatz für die asiatische Champions-League erhalten könnte. Momentan darf man nur im AFC Cup antreten.

Freitag, 15. Februar 2013

Moghrabi wird Indien verlassen


Nationalspieler Akram Moghrabi wird nach nur einer Saison die indische Liga verlassen. Der Stürmer gab dies nach dem Abgang von Bilal Sheikh Najjarin (vorher auch Churchill Brothers) der nun bei Dibba Al Fujairah unter Vertrag stehen soll.

Aktuell hat der 27-jährige 18 Spiele in der I-League bestritten. Gelungen sind ihm dabei zehn Saisontore. Eine ordentliche Anzahl möchte man meinen. Noch dazu hat er die Chance indischer Meister und danach AFC Cup-Teilnehmer zu werden.

Als Hauptgrund für den Wechsel soll laut Insidern Moghrabi gemeint haben, dass er es sich nicht vorstellen kann eine ganze Saison in Indien zu verbringen ohne dabei einen Landsmann dabei zu haben. Deshalb wird er wohl die I-League nur als Sprungbrett für besser betuchte Liga benutzen wollen.

Angeblich soll er auch ein Angebot aus der Golfregion für die nächste Saison erhalten haben. Laut diesem Insider soll er und Najjarin nur auf solche Angebote gewartet haben. Najjarin hat ja bekanntkich mit dem Team aus Al Fujairah sein Ziel erreicht.

Manche Seiten haben Akram Moghrabi bereits als Free Agent, was vereinslos bedeutet, eingetragen.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Libanon international (AFC CUP)

Der AFC Cup, was die EuroLeague in Europa darstellt, geht in weniger als einen Monat los. Grund genug für lebanfootball über die libanesischen Spieler und unseren zwei Vertretern Safa und Ansar Beirut schonmal Vorbericht zu erstatten.

Meister Safa Beirut hat zwei Teams aus dem arabischen Golf und ein tadschikisches Team zugelost bekommen. Die Gegner sind Al Kuwait (Kuwait), Al Riffa (Bahrain) und Regar-TadAZ Tursunzoda aus Tadschikistan. Favoriten auf das Weiterkommen sind eigentlich alle drei arabische Mannschaftne. Tursunzoda sollte man auch nicht unterschätzen. Die Mannschaft hat sich mit Spieler aus der stärkergewordenen usbekischen Liga verstärkt.

Das erste Spiel findet am 05.03.2013 in Beirut gegen Regar-TadAZ statt. Ein Sieg dort sollte Pflicht sein um gute Chancen aufs Weiterkommen zu haben. Safa wird mit den Ausländern Samuel Ngo Oshina (Nigeria), Samaka (Ägypten), Ahmad Omaier (Syrien) und Tarek Omrati (Marokko) an den Start gehen.

Al Ansar hingegen hat eine reinarabische Gruppe erhalten. Arbil aus dem Irak, Fanja aus Oman und Al Ahli Taiz aus dem Jemen. Arbil ist hier der einzig richtige Favorit. Gegen Fanja und Al Ahli müssten aufjedenfall Siege rausspringen um mögliche Niederlagen gegen Arbil besser zu verkraften. Das erste Spiel findet gegen Fanja im Oman statt. Auch da wird am 05.03.2013 gespielt.

Die Ausländer im Team sind Sebastiao (Brasilien), Marcelo (Brasilien), Wisdom Abglexo (Ghana) und Wissam Abdelhadi (Palästina).

Ebenfalls gibt es auch libanesische Legionäre die im asiatischen Ausland mit ihren Teams am AFC Cup antreten. So trifft Akram Moghrabi mit Churchill Brothers auf Kitchee (Hong Kong), Warriors (Singapur) und Semen Pandang (Indonesien).

Ramez Dyoub muss mit Selangor gegen Tampines Rovers (Singapur), East Bengal (Indien) und Saigon Xuan Thanh (Vietnam) antreten. Moghrabi und Dyoub treten in den Ostasiengruppen an während Ansar und Safa in den westasiatischen Gruppen sind.

Dienstag, 12. Februar 2013

Al Ahed startet die Rückrunde mit einem türkischen Trainer

Der dreifache libanesische Meister Al Ahed hat die Rückrunde mit einem neuen Trainer gestartet. Es handelt sich um den Türken Can Bahtiyar Vanli, der zuletzt den maledivischen Club VB Addu trainierte. Mit dem Verein aus den Malediven wurde er zweimal Meister und einmal Pokalsieger.

Der 50-jährige Türke hat sehr viel Erfahrungen vorzuweisen. So war er vom Jahr 2000 bis 2004 im Trainerstab der türkischen Nationalmannschaft. Danach trainierte er eine Zeitlang in Deutschland den MTV Wolfenbüttel, ehe es ihn wieder in die Türkei zu Haceteppe, Eyüpspor, Karsiyaka, Kirsehirspor und zuletzt VB Addu aus den Malediven.

Al Ahed ist auf Can Vanli im AFC CUP 2012 aufmerksam geworden. In zwei Gruppenspielen trafen Al Ahed und VB Addu aufeinander. Zwar konnte Al Ahed beide Partien gewinnen, doch Al Ahed irgendwie gefallen an Vanli´s Arbeit gefunden gehabt. In seiner Zeit auf den Malediven hatte er den Türken Hüseyn Cengiz im Kader gehabt. Ob er ihn wieder im Libanon sehen möchte ist unklar.

In seinem ersten Spiel als Trainer für Al Ahed konnte er das Auswärtsspiel bei Ghazieh mit 1:4 gewinnen. Ein wahrscheinlich besseres Debüt hätte es wohl kaum gegeben.

Er soll neben der türkischen auch die deutsche, englische und französische Sprache beherrschen.

Samstag, 9. Februar 2013

Nejmehspieler in den Irak?

Verlässt ein Nejmehspieler den Verein in Richtung Irak? Wie die offizielle Vereinsseite bekanntgab bestreitet der 26-jährige Libanese Ibrahim Bahsoun ein Probetraining beim irakischen Erstligisten Al Zawraa.

Bahsoun wäre nicht der erste der in Richtung Irak wechselt. Zuletzt ließen sich der Ansarspieler Nasrat Al Jamal und der Al Ahedspieler Mohamad Baqir Younes nach Duhok verleihen, wo sie dann sensationell Meister wurden.

Bahsoun spielte in der aktuellen Saison nur 3 Spiele für Nejmeh. Nejmeh wird dem Transfer zustimmen sollte er das Probetraining bestehen. Bahsoun wäre der zweite Abgang nach Mohamad Kdouh der wie Nejmeh´s Seite ebenfalls bekannt gab, dass er nach Litauen zu Suduva wechseln würde.

Bücker vor Rücktritt?

Nach der extrem harten Niederlage gegen den Iran überlegt Nationaltrainer Theo Bücker seinen Rücktritt zu erklären. Einigen libanesischen Medien zufolge ist dies sogar passiert, nur warte man auf den "richtigen Zeitpunkt".

Wie die arabische Version von goal.com berichtet, soll Bücker vorgeschlagen haben, dass der Holländer Peter Meindertsma den Posten des Nationaltrainers übernehmen soll. Dafür würde Osama Al Saqr als Co-Trainer zurückkehren.

Diese Gerüchte um Theo Bücker haben wir bereits seit Tagen mitbekommen. Nur sollte man diese Gerüchte mit Vorsicht geniessen. Im Libanon wird täglich gern zu viel und unnötig Mist verbreitet. Sollte es sich diese Sache dennoch als Wahr herausstellen, dann kann man nur hoffen dass der Verband dem Holländer Peter Meindertsma -sollte er es wirklich werden- seine Arbeit machen lässt, so wie er es unter Bücker kennengelernt hatte.

Bücker absolvierte mit dem Libanon 27 offizielle FIFA Länderspiele. In 8 Spielen gelang seiner Mannschaft ein Sieg, viermal trennte man sich Remis und 15 mal musste man sich geschlagen geben.

Zwar hört sich diese Bilanz negativ an, dennoch sollte man nicht vergessen, dass der Libanon in der Zeit vor Bücker noch viel schlimmere Zeiten hatte und manchmal über Jahre kaum Siege gefeiert hatte. In dieser Bilanz kommt der mit seinen Siegen und Unentschieden noch ganz nah an die Niederlagen ran, so dass man die noch ein wenig ausgleichen kann.

Was die Tore angeht schossen seine Stürmer 22 Tore, kassierten aber heftige 45. Die Mannschaften, die die Gegentore so heftig angehoben haben, waren Südkorea (6-0) und das letzte Spiel gegen den Iran, welches bekanntlich mit 5:0 verloren ging. Allein die zwei Spiele kosteten uns 11 Gegentore. Nimmt man die zwei Spiele heraus, wäre man bei akzeptablen 34 Gegentreffer.

Es gab aber auch so zwischen dem Verband und Bücker viele interne Querelen, so dass man sich nicht immer einig wurde. Wahrscheinlich hat dies dann zu den Entschluss geführt das Bücker nun aufhören werde. Es kann aber auch sein, dass dieser sein Vertrag erfüllt, der ja nur noch bis mitte Juni geht. Bis dahin sind es vier Länderspiele die Theo leiten würde. Gegen Thailand in der Asienmeisterschaftsquali und dann in der WM-Quali gegen Usbekistan, Südkorea und gegen den Iran. Und dass dann auch wieder auswärts im Azadistadion!

Donnerstag, 7. Februar 2013

Abbas Hassan zurück zum alten Verein

Nationaltorhüter Abbas Hassan wechselt mit sofortiger Wirkung innerhalb der schwedischen Liga von Norköpping zu seinem ehemaligen Klub Elfsborg Boras. Der 27-jährige Torhüter wird mit Elfsborg in der nächsten Saison in der zweiten Champions-League Qualifikationsrunde antreten.

Hassan spielte bereits von 2005 bis 2010 für den aktuellen schwedischen Meister. So richtig gelang der Durchbruch dort nie. Lediglich 13 Einsätze gelangen Hassan damals.

Über die Stationen Aalborg (Dänemark) und Norköpping kehrt er nun zurück in die Heimat. Nachdem Hassan ein schwedischer Torhüter vor die Nase gesetzt wurde, bekam er kaum Einsätze und musste sich so nach einem neuen Verein umsehen. Von 2010 bis Ende 2012 spielte Hassan 34 Spiele für Norköpping.

Bei Elfsborg wird er sich mit dem dänischen Torhüter Kevin Stuhr Ellegaard messen müssen. Der 29-jährige hat Erfahrungen in der Bundesliga und der holländischen Erendivisie gesammelt.

Libanon will sich bewerben!

Der libanesische Fussballverband überlegt für die Asienmeisterschaft 2019 eine Bewerbung an den asiatischen Fussballverband abzugeben. Dies gab die im Libanon zuständige Dailystar bekannt.

"Wir werden sehr wahrscheinlich eine Bewerbung für die Asienmeisterschaft 2019 abgeben. Dafür wird derzeit ein Plan erstellt, der alles logistische und für die Asienmeisterschaft notwendige grob vorbereitet. Auch in der Infrastruktur muss es stimmen. Es muss schnelle und direkte Wege vom Stadion zu den Hotels etc. geben. Sollten wir rechtzeitig fertig sein, wird die Bewerbung an den asiatischen Fussballverband übergeben." Wird ein libanesischer Fussballfunktionär zitiert.

Der Libanon hat bereits die Asienmeisterschaft 2000 mehr oder weniger erfolgreich ausgetragen. Größtes Manko als Ausrichter ist, die sehr instabile Politik und Sicherheit im Libanon.

Bestes Beispiel ist, dass der Basketballverband des Libanons sich für die Asienmeisterschaft beworben hatte und auch gewann. Doch wegen den Problemen im Nachbarland Syrien wurde die Asienmeisterschaft nach Ostasien verlegt.

Sollte es aber dennoch klappen, wäre es ein riesiger Erfolg für unsere Nation. Die ganze Politik müsste sich zusammentun um sich vor der ganzen Welt nicht zu blamieren. Das heißt man würde als eine Einheit für sichere Autobahnen, 3 bis 4 schöne Stadien und einige tolle Hotels sorgen.

Mittwoch, 6. Februar 2013

In Teheran unter die Räder gekommen !



Am heutigen Vormittag trafen die Mannen von Theo Bücker in Teheran auf die Islamische Republik des Irans. Der Rahmen dieses Spiels war die Qualifikation für die Asien-Meisterschaft. Für beide Teams ist es das erste Spiel des Turniers. In diese Partie gingen die Iraner ohnehin als Favorit. Ihnen im Rücken standen auch noch 20.000 verrückte Zuschauer, die ihre Mannschaft übers ganze Spiel bedingungslos anfeuerten. Zu guter letzt können wir uns, genau wie die Iraner auch, an das Spiel in Beirut erinnern. Als die libanesische Nationalmannschaft den Iran sensationell mit 1-0 schlug. Die Schmach von damals schien den Iranern schon Motivation genug.

Das Spiel begann und die Iraner übernahmen von der ersten Minute an das Kommando. Man ließ den Gegner wirklich von Minute 1 an lediglich hinterher laufen. Unfassbar starke Anfangsphase der Iraner. Man spielte sich immer wieder souverän vor den 16er, doch bis zu dem Zeitpunkt ging, aus unserer Sicht, alles noch glimpflich aus.

In der 20. Minute, endlich, die erste Chance der Libanesen. Ein langer Freistoß, getreten von unseren Kapitän Roda Antar, fliegt in den 16er. Mohamad Ghaddar kämpft sich durch zwei iranische Verteidiger und verfehlt mit einem Volley nur knapp das Tor. Schade, ein guter Versuch. Aber genau das sind die Mittel womit wir die Iraner ärgern können. Es muss nicht immer das schöne Spiel sein. Manchmal reicht auch Kampf, Glück und nochmals Glück.

In der 26. Minute der erste Schlag der Iraner. Der Kapitän der Iraner, Javad Nekounam, spielt einen Pass in die Schnittstelle der libanesischen Abwehr. Der Stürmer mit der Nr. 16 und dem Namen Reza Ghoochanejhad (Stürmer bei Standard Lüttich/erste belgische Liga) stiehlt sich in diese Lücke und schiebt gekonnt in die lange Ecke. Abbas Hassan ist da machtlos !

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit bekamen wir kein vernünftiges Spiel hin. Die einfachsten 2m-Pässe kamen nicht an. Die gesamte Mannschaft erwischte einen rabenschwarzen Tag. Kein Spielfluss, kein Kampf, kein aufbäumen, absolut nichts. Lediglich eine stümperhafte Fouls. Entweder waren die Iraner einfach zu schnell, oder wir waren einfach zu langsam. Aber im Endeffekt läuft es auf das selbe hinaus.

Und wie es kommen musste, erhöhten die Iraner auf 2-0. Im 16er wird Dejagah (ehem. Bundesliga-Spieler, nun beim FC Fulham in der Premier League) von Nour Mansour zu Fall gebracht. In folge dessen schiebt Javad Nekounam, langjähriger Profi in Spaniens erster Liga, zum 2-0 ein. Ein denkbar schlechter Schluss für die erste Halbzeit.

Die zweite Halbzeit und es ging so weiter, wie die erste Halbzeit aufhörte, nämlich mit einer verdammt spielstarken Elf der Iraner. Allem voran Nekounam, Dejagah und Teymourian (langjähriger Profi in der ersten Liga Englands) lieferten ein starkes Spiel ab. Schließlich kam es noch dicker. Nour Mansour, der den verletzten Walid Ismail auf der linken Abwehrseite vertrat, flog mit gelb-rot vom Platz. Den daraus resultierenden Elfmeter verwandelte wieder Nekounam im Tor. Jedoch war Abbas Hassan in der richtigen Ecke, hier hat dann leider das Glück gefehlt.

Bis hierhin hat man nichts von der libanesischen Offensive gesehen. Lediglich ein Schuss in der 20. Minute durch Ghaddar. Aber ansonsten gelang unserer Elf wirklich nichts, gar nichts.

Keine 2 Minuten nach dem 3-0 folgte auch das 4-0. Ein Ballverlust der Libanesen, schnell wird der Ball zu Dejagah gespielt, der flitzt über die rechte Seite und passt in die Mitte. Wieder war Reza Ghoochanejhad der Nutznießer. Das Azadi-Stadion mitsamt den 20.000 Zuschauern stand Kopf. Ein bärenstarkes Spiel der Iraner.

Nun lautete das Motto unserer Libanesen: absolute Schadensbegrenzung. Denn man musste nun eine halbe Stunde in Unterzahl gegen ziemlich spielfreudige Iraner ankommen.

In der 79' Minute wurde Ashkan Dejagah ausgewechselt. Das ganze Azadi-Stadion stand auf und applaudierte dem 26-jährigen. Denn in den abgelaufenen 79' Minuten war Dejagah an nahezu jedem Angriff beteiligt. Der ehemalige Bundesliga-Profi spielte die libanesische Abwehr das ein und andere mal absolut schwindelig.

Eine Minute nach der Auswechslung folgte der Schlusspunkt der Partie. Ein Angriff über die rechte Seite, der Ball wird in den Rücken der Abwehr gepasst und Nekounam hält einfach drauf. Der Ball wird unhaltbar abgefälscht.

Dann war das Spiel auch, Gott sei dank, vorbei. Der Iran überrollte eine total überforderte libanesische Mannschaft mit 5-0 und behielt völlig zurecht die Punkte im Iran. Am heutigen Tag waren die Iraner einfach zu gut, oder wir waren zu schlecht. Uns fehlte nicht nur das Glück, dafür hatten wir aber Pech. Eine Szene gab es, in der Hassan Maatouk im 16er von den Beinen geholt wurde, dies der japanische Schiedsrichter aber nicht abpfiff. Im Endeffekt hätte es ohnehin nichts am Spielstand geändert, aber dennoch wäre es Ergebniskosmetik und im Fußball weiß man ja nie.

Zum Schluss ist noch zu erwähnen, dass man gegen so ein Iran ruhig verlieren darf. Nur weil wir in Beirut einmal die Iraner und einmal die Südkoreaner geschlagen haben, heißt es nicht, dass wir mit diesen asiatischen Riesen auf einem Level sind. Ganz im Gegenteil, diese Erfolge sind umso schöner, gerade weil diese Länder im Vergleich zu unserer Nation noch mind. 2-3 Level über uns stehen.

Unsere Aufstellung:


-------------------- Hassan --------------------
Hamam -- Najarin -- Mohamad -- Mansour
---------- Antar (C) ----- A. Haidar ----------
Maatouk ---------- Atwi ---------- M. Haidar
-------------------- Ghaddar --------------------

Wechsel:

46' Mohamad Ghaddar - raus
Mohamad Chamass - rein

63' Hassan Maatouk - raus
Mootazbillah Jounaidi - rein

79' Mohamad Haidar - raus
Ahmad Zreik - rein

Karten:

P. Montazeri (Iran/gelb) - 20'
Nour Mansour (gelb) - 35'
Roda Antar (gelb) - 45'
Nour Mansour (gelb-rot) - 58'
Adnan Haidar (gelb) - 59'
Bilal Najarin (gelb) - 90'

Hier könnt ihr euch alle Tore nochmals ansehen !