Samstag, 29. Juni 2013

Giannini neuer Nationaltrainer!

Wie der Nachrichtendienst Reuters und andere libanesische Medien melden ist der 48-jährige Italiener Guiseppe Giannini neuer Trainer der libanesischen Nationalmannschaft geworden. Dies ist ein Ergebnis der gestrigen Sitzung im Bistrol Redwan Center (Beirut-Verdun), dem Sitz des libanesischen Fussballverbandes.

Wie Al-Liwaa mitteilt soll Giannini prominente Unterstützung bei den Verhandlungen erhalten haben. So hat der ehemalige Manchester City Coach Roberto Mancini ein gutes Wort für Giannini beim Verband abgegeben, damit dieser den Posten erhalten kann. Der ebenfalls 48-jährige hat einige Freundschaften zum Libanon, wie z.B. zu dem aktuell verletzten Kapitän Youssef Mohamad. Mancini hat dem Verband versprochen Giannini bei seinem Start unter die Arme zu greifen, damit er gut mit der Nationalmannschaft starten kann.

Giannini wird das erste mal spätestens im Oktober gegen Kuwait zu sehen sein. Dort geht es um die Asienmeisterschaftsqualifikation für Australien 2015. Nach einer klaren Niederlage gegen den Iran aber auch einem klaren Sieg gegen Thailand unter Theo Bücker, muss es Giannini schaffen in den nächsten vier Spielen möglichst erfolgreich zu bestreiten, damit der Libanon seine zweite Asienmeisterschaftsteilnahme feiern kann.

Für Giannini ist das die erste Trainerstation auf internationaler Ebene. Sonst war er nur in der dritten bzw. zweiten Liga (Serie B) Italiens unterwegs. Sein größter Erfolg war der Aufstieg mit dem Drittligisten ASD Gallipoli in die Serie B. Einen kurzen Auslandsaufenthalt als Trainer hatte er in Rumänen bei Arges Pitesti, war aber nicht als zu lange dauerte. Seine bisherigen Trainerstationen sind: AS Rom (Jugend), US Foggia, US Sambenedettese, Arges Pitesti (Rumänien), US Massese, ASD Gallipoli, Hellas Verona und US Grosseto.

Als Spieler war er um einiges erfolgreicher als seine bisherige Trainerkarriere. Mit Roma und Sturm Graz feierte er so einige Titel und war sogar regelmäßiger Bestandteil der italienischen Nationalmannschaft.

Neben der Asienmeisterschaftsqualifikation, wird Giannini sehr wahrscheinlich auch im Dezember an der Westasienmeisterschaft teilnehmen die im Katar stattfinden wird. An diesem Turnier nehmen fast alle westasiatische Staaten wie Jordanien, Palästina, Syrien, Iran, Irak, Katar und alle anderen Nationen in der Golfregion.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Adnan Haidar nach Frankreich?

Vor genau einer Woche berichtete die französische Seite SportVox, dass der in die Ligue 1 aufgestiegene AS Monaco an einer Verpflichtung Adnan Haidar´s sind. Monaco hat für die neue Saison bereits 130.000.000 Euro nur für die Verpflichtungen von Falcao, James Rodriguez und Joao Moutinho ausgegeben.

Wie man genau auf Haidar kommt, steht da nicht drin, aber wir haben es versucht zu übersetzen:

Monaco beobachtet ehemalige norwegische Hoffnung

Nach den Transfers von Falcao und den anderen berühmten Fussballern die nun nach Monaco kommen, scheint der Vorstand sich auch nach günstigeren Varianten umzuschauen. So hat man nun ein Auge auf den ehemaligen norwegischen Jungnationalspieler Adnan Haidar geworfen.

Der AS Monaco ist an dem weniger bekannten Adnan Haidar interessiert. Der 23-jährige Mittelfeldmann spielt für Stabaek in Norwegen. 180 cm große und 80 kg schwere libanesische Nationalspieler ist sehr flexibel und überall im Mittelfeld einsetzbar.

Haidar spielte bis zuletzt für die Jugendnationalmannschaften Norwegens, ehe sich danach entschied für das Heimatland seiner Eltern aufzulaufen.

Wie wahr dieses Gerücht ist, können wir nicht beurteilen. Allerdings wäre es ein satter Karrieresprung für Haidar sollte er tatsächlich nach Monaco wechseln.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Frauenmannschaft in Deutschland

Die libanesische Frauenfussballakademie "Girls Football Academy" wird in diesem Jahr an dem DISCOVER FOOTBALL 2013-Turnier teilnehmen. Das Turnier wird ab dem 23.07.2013  im Willi-Kre
ssmann-Stadion (Berlin-Kreuzberg) stattfinden.

Die GFA stellte bei der Asienmeisterschaftsqualifikation, bei der Libanon gegen Usbekistan und Jordanien verlor -aber dafür hoch gegen Kuwait gewann- mit 11 Mädels meisten Nationalspielerinnen.
Die GFA werden auf Orthodox Club (Jordanien), Wadi Degla (Ägypten) und ASSPT Bizertin (Tunesien) treffen.

Für mehr Informationen könnt ihr diese Seiten besuchen:
https://www.facebook.com/pages/Girls-Football-Academy/218067881581058?ref=ts&fref=ts
http://www.discoverfootball.de/events/festival-2013/turnier/

Dienstag, 25. Juni 2013

FIFA weitet Sanktionen gegen libanesische Spieloffizielle aus

Die FIFA hat die Sanktionen, die die asiatische Fussballkonföderation (AFC) gegen zwei libanesische Spieloffizielle im Rahmen von Ermittlungen wegen Spielmanipulationen verhängt hatte, weltweit ausgedehnt.  

Die AFC hatte die Schiedsrichterassistenten Ali Eid und Abdallah Taleb für jegliche Tätigkeit im Fussball provisorisch gesperrt, dies bis zum Entscheid der AFC-Disziplinarkommission zu den beiden Spieloffiziellen, die versucht hatten, im April ein AFC-Pokalspiel zu manipulieren. Die von der AFC verhängte provisorische Sperre gilt maximal 30 Tage (Art. 132 Abs. 1 des AFC-Disziplinarreglements) und kann nur einmal um 20 Tage verlängert werden (Art. 132 Abs. 2 des AFC-Disziplinarreglements).

Der Vorsitzende der FIFA-Disziplinarkommission hat die Gültigkeit der Strafen gemäss Art. 78 Abs. 1 lit. c und Art. 136 ff. des FIFA-Disziplinarreglements weltweit ausgedehnt. 

Die FIFA arbeitet bei der Bekämpfung von Spielmanipulationen eng mit ihren Mitgliedsverbänden und den Konföderationen zusammen. Im Rahmen der zehnjährigen Partnerschaft mit Interpol werden Ansprechpartner rund um die Welt bei Regionalseminaren geschult und mit Instrumenten zum Schutz der Integrität des Fussballs ausgestattet. 

Weitere FIFA-Initiativen sind die Unterzeichnung einer Leumundserklärung durch Offizielle, die Überwachung des Wettmarkts durch die FIFA-Tochtergesellschaft Early Warning System (EWS) sowie ein E-Schulungs-Ethiktool, eine Integritätshotline und -E-Mail-Adresse und ein vertrauliches Hinweisgebersystem.

Quelle: www.fifa.com

Montag, 24. Juni 2013

Wieder ein neuer in der Gerüchteküche...

Theo Bücker ist ein paar Tage vom Amt weg, schon gehen die Gerüchte um den neuen Trainer los! Nachdem man bereits über den irakischen Trainer Adnan Hamad und den Italiener Guiseppe Giannini gesprochen hat, gibt es eine neue Person über die die libanesischen Fussballmedien diskutieren.

Es handelt sich um den Franzosen Henri Michel. Er ist 64 Jahre alt und besitzt eine stark arabisch-afrikanische Trainervita. So war er bereits Trainer der Nationalmannschaften von Marokko (zweimal), Tunesien, Elfenbeinküste, Äquatrorialguinea und zuletzt Kenia. Auch war er in der 80ern gute zwei Jahre Trainer der französischen Equipe tricolores. Zwischendurch waren es aber auch Vereinsmannschaften im afrikanischen, europäischen und asiatischen Kontinent wie Paris St. Germain, Mamelodi Sundowns oder Al Arabi Sports Club aus Katar.

Michels größte Erfolge sind der Gewinn des Olympiaturniers mit Frankreich 1984, die Meisterschaft in der marokkanischen Liga mit Raja Casablanca (2004) und der Gewinn des CAF Confederations Cups ebenfalls mit Raja Casablanca (2003).

Vom Profil her scheint Michel der beste Mann für die Zeit nach Bücker. Er hat viel Zeit im arabischen und afrikanischen Raum verbracht und scheint sich daher gut im Gebiet auszukennen. Ob es am Ende Giannini oder Michel wird, wird die Zukunft zeigen.

Sonntag, 23. Juni 2013

Haidar: Trainer wird ein Europäer

Der Chef des libanesischen Fussballverbandes Hashem Haidar hat in einem Interview erklärt, dass der Trainer nach Theo Bücker, der jetzt für Al Ettifaq (Saudi-Arabien) tätig ist, ebenfalls aus dem europäischem Kontinent kommen werde.

"Der bisher erfolgreiche Weg soll weitergeführt werden. Wenn möglich sollte das Ziel das Erreichen der Asienmeisterschaft sein. Wir haben eine gute Mannschaft die dieses Ziel erreichen kann. Mit einem arabischen oder einem libanesischen Trainer ist dies schwer zu erreichen."

Der Trainer wird in naher Zukunft vorgestellt werden, so Haidar.

Das nächste Spiel ist zwar erst Mitte Oktober in Beirut gegen Kuwait, dennoch müsste der neue Trainer ein,zwei Freundschaftsspiele erhalten um zu sehen welche Spieler in seinem Konzept passen und welche nicht.

Durch diese Aussagen Haidar´s sieht es immer mehr danach aus, als würde es der Italiener Guiseppe Giannini werden. Dieser ist aber nicht als Arabienexperte bekannt, wie es Theo Bücker war. Bücker war seit den 80ern im arabischen Raum tätig und trainierte Mannschaften wie Zamalek Kairo, Ismaily, Al Wahda, Masry Port Said und Al Ahly Tripolis (Lybien).

Samstag, 22. Juni 2013

Nationaltrainer: Araber oder Europäer?

Wer wird der neue Nationaltrainer unserer Nationalmannschaft? Wird es wieder einer aus dem eurpäischem Kontinent oder wird es diesmal wieder ein Araber? Laut einer libanesischen Sportseite soll angeblich vor gut einem Monat der italienische Trainer Guiseppe Giannini im Libanon gewesen sein um sich über die libanesische Nationalmannschaft zu informieren.

Giannini war mal als Spieler sehr erfolgreich in der italienischen Serie A. So gewann er mit dem AS Rom einmal die Meisterschaft und dreimal den italienischen Pokal. Mit Sturm Graz aus Österreich gewann er jeweils einmal den Super-Cup und den österreichischen Pokal.

Guiseppe Giannini
Als Trainer ist der aktuell 48-jährige eher unbekannt. Giannini trainierte meist unterklassige Klubs in Italien. Sein größter Erfolg war der Aufstieg in die zweite Liga Italiens in der Saison 2008/2009 mit Gallipoli Calcio. Momentan ist der ehemalige Fanliebling der Roma ohne Verein.

Die zweite Person in der Gerüchteküche soll der Nationaltrainer Jordaniens, Adnan Hamad, sein. Angeblich soll nach dem Iraker Adnan Hamad bereits angefragt woren sein. Der 52-jährige ist im arabischen Raum ein sehr geschätzter Trainer. Als größten Erfolg kann man bei Hamad das erreichen des Halbfinals mit der irakischen Olympiafussballmannschaft im Jahre 2004. Immer wieder trainierte er die irakische Nationalmannschaft und zuletzt erfolgreich die jordanische Nationalmannschaft. In der Saison 2005/2006 war er sogar Trainer von Al Ansar Beirut.

Wer es auch immer sein wird, er wird ein sehr schweres Erbe antreten. Den das zu wiederholen was Bücker hier geschafft hatte, wird sehr schwer sein.

Donnerstag, 20. Juni 2013

Maatouk zurück in den Libanon?

Kehrt Hassan Maatouk zurück in die libanesische Liga? Dies scheint eine Option für den Flügelflitzer der libansischen Nationalmannschaft. Der 25-jährige der die abgelaufene Saison bei Al Shaab absolvierte ist zur Saison 2013/2014 ohne Verein.

Interessent ist Al Ahed, die eine sehr enttäuschende Saison spielten. Nur Platz 5 in der Liga hinter Racing Beirut und Al Akha Aleey. Noch dazu waren es einige ihrer Spieler wie Mahmoud El Ali (lebenslange Sperre) und Ahmad Zreik (1/2-jährige Sperre) die die Spiele der Nationalmannschaft manipulierten. Doch mit dem zum Winter gekommenen Türken Can Vanli plant man in dieser Saison anscheinend großes. Mit Maatouk hat man den libanesischen Star schlechthin in der eigenen Liga. Kommen dazu noch drei gute Spieler aus dem Ausland könnte es ein interessantes Jahr für Al Ahed sein.

Die andere Option ist, dass Maatouk weiterhin im Emirat bleibt. In zwei Jahren in der UAE Pro League spielte Maatouk 46 Spiele und konnte dabei zehn Treffer erzielen. Sicherlich wird sich da die eine oder andere Mannschaft finden, die Interesse an ihn hat.

Samstag, 15. Juni 2013

"Grausiges Verbrechen an fußballliebender Gesellschaft"

Es sollte der größte Triumph in der Fußball-Historie des Libanon werden - und gerät nicht nur aus Sicht von Trainer Theo Bücker zum Betrug am ganzen Land. Mit grotesken Fehlern verlieren Spieler in der WM-Qualifikation absichtlich, jetzt steht der nächste Neuaufbau an.
Das verkaufte Fußball-Märchen von Libanon stimmt Theo Bücker selbst nach Ende der WM-Qualifikation noch "sehr, sehr traurig". Nach sensationellen Siegen über Südkorea oder die Vereinigten Arabischen Emirate durfte das kriegsgeplagte Land erstmals auf den Sprung zum Weltturnier hoffen - bis sich Spieler des deutschen Fußball-Trainers vergangenes Jahr entschieden, für Geld absichtlich zu verlieren. "Wenn alle Beteiligten korrekt mit mir am selben Strang in die gleiche Richtung gezogen hätten, hätten wir die Chance gehabt, 2014 nach Brasilien zu fahren", klagt der 64 Jahre alte Sauerländer.
Nachdem der frühere Profi von Borussia Dortmund und Schalke 04 vor knapp zwei Jahren zum zweiten Mal das libanesische Team übernommen hatte, erlebte der Mittelmeerstaat aus seiner Sicht nicht nur einen sportlichen Frühling. "Durch unsere Erfolge hat es hier eine politische Wandlung gegeben. Moslems, Schiiten, Kopten und Drusen waren auf einer Linie, wenn es um die Nationalmannschaft ging", sagt Bücker.
Bis zu den verhängnisvollen Duellen mit Katar. In Beirut unterlag der Libanon trotz drückender Überlegenheit mit 0:1 - noch im Stadion konfrontiert seine Frau Solange Mehanna den Coach mit dem Manipulationsverdacht gegen Abwehrspieler Ramez Dayoub. Beim Studium des Videos erkennt Bücker die erschreckende Wahrheit: "Er hat wirklich den Kopf oben und versucht, drei-, vier- fünfmal den verkehrten Mann anzuspielen in unserem Sechzehner." Auch das Rückspiel im Emirat geht auf ähnliche Weise verloren, zudem sind Spiele im Arab Nations Cup und auf Klubebene verschoben, selbst in der Vorqualifikation hatte die Wettmafia beim 0:2 in Bangladesch ihre Finger im Spiel. Nach einer Untersuchung des Nationalverbands werden 20 Spieler, darunter sechs Bücker-Schützlinge, gesperrt.

"Allen Kindern ist Hoffnung gestohlen worden"

"Die Jungs haben kein Geld, die Verführung, dass einer kommt und sagt: Hier sind 50.000 oder 100.000, ist ja riesig. Das kann man nicht verstehen oder dulden, aber sie sind dieser Versuchung hilflos ausgeliefert", sagtt Bücker, der sich angesichts dieser persönlichen Schicksale und der Bedeutung des Fußballs für das Land "im Zwiespalt" befindet. "Allen Kindern ist Hoffnung gestohlen worden, wir haben das ganze Land betrogen. Es ist ein grausiges Verbrechen an der fußballliebenden Gesellschaft."
Zum Abschluss der Gruppenphase der Asienrunde verlor sein zuvor schon abgeschlagenes Team diese Woche mit 0:4 im Iran, gerade einmal zwei Spieler waren im Vergleich zum Beginn der Qualifikation noch im Kader. Die ehemaligen Bundesligaprofis Youssef Mohamad und Roda Antar haben sich inzwischen erschüttert vom Manipulationsskandal aus dem Nationalteam zurückgezogen, der gerade aufblühende Fußball steht vor dem nächsten Neuaufbau.
Der Wahl-Libanese Bücker ("Meine Heimat ist Beirut") wird dabei voraussichtlich keine weitere Unterstützung leisten können. "Mit 99-prozentiger Sicherheit werde ich mich anders orientieren." Für eine strukturierte Nachwuchsarbeit und Trainerausbildung wollte er einen Assistenten und einen Torwartcoach aus Europa installieren. Der Verband lehnte zunächst ab, am kommenden Mittwoch stehen erneut Verhandlungen an. "Ich weiß aber jetzt schon, dass sie nicht willig sind für die beiden Leute zu bezahlen", berichtete Bücker aus Erfahrung. "Ich wäre bereit, alles zu tun, um dem libanesischen Fußball zu helfen - aber sie müssen sich auch helfen lassen wollen." Für ihn selbst soll trotz fast erreichten Rentenalters noch lange nicht Schluss sein. Angebote aus der arabischen Welt gibt es reichlich - "ich höre dann auf, wenn ich mit den Jungens nicht mehr mitlaufen kann."
Quelle:  NTV

Donnerstag, 13. Juni 2013

Oumari nach Frankfurt

Abwehrspieler Joan Oumari wechselt zur kommenden Saison vom FC Rot-Weiß Erfurt zum Zweitligisten FSV Frankfurt. Bei den Hessen unterschrieb der 24-Jährige heute einen Vertrag bis 2015 plus Option für ein weiteres Jahr. „Joan Oumari ist seit drei Jahren unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger in der 3. Liga. Von seinen 89 Drittligaspielen hat er 86 von Beginn an absolviert. Er kann die Vakanz in unserer Innenverteidigung füllen und darüber hinaus auch im defensiven Mittelfeld spielen. Wir sind froh, dass er sich für den FSV Frankfurt entschieden hat“, so FSV-Geschäftsführer Sport Uwe Stöver. Auch Oumari freut sich auf ein Engagement beim FSV: „Ich freue mich, dass ich beim FSV Frankfurt die Chance bekomme, mich in der zweiten Liga zu bewähren. Dieser aufstrebende Club bietet mir dafür die ideale Möglichkeit. Den erfolgreichen Weg des FSV in den letzten Jahren möchte ich mit meinen Mannschaftskollegen gerne fortführen.”

Zum Abschluss eine Niederlage

Libanesische Fans umzingelt von der iranischen Staatsgewalt
Die libanesische Nationalmannschaft verabschiedete sich von der WM-Qualifikation mit einer zu erwartenden Niederlage. In Teheran gab es vor 91.300 Zuschauer im Azadi-Stadion für Theo´s Jungs eine 0:4-Niederlage gegen die iranische Nationalmannschaft.

Bücker musste auf viele Verletzungen und Sperren reagieren. So konnte er bereits im ersten Spiel gegen Südkorea nicht auf Soony Saad (fehlende FIFA-Genehmigung), Adnan Haidar (Verletzt) und Bilal Sheikh Najjarin (Privat) nicht setzen. So kam nach dem Spiel die gelb-rot Sperre von Walid Ismail und die Verletzung von Kapitän Youssef Mohamad dazu. Angeführt wurde die Mannschaft von Al Ahed´s Abbas Atwi "Onika".

Bis zur 40. Spielminute hielten Abbas Hassans Vorderleute die 0, ehe man dann Einbrach und die Iraner wenig Probleme hatten die vier Treffer zu erzielen.

Theo Bücker: "Erstens müssen die Leute wissen: Wir sind hier nicht mit unserer ersten Mannschaft! Die meisten fehlen verletzungsbedingt oder sind gesperrt."

Die Gegentreffer fielen in der 40. Minute durch Khalatbari, 45+1. durch Nekounam, 46. durch Ghoochannejad und in der 86. Spielminute ebenfalls durch Javad Nekounam.

Das nächste Länderspiel findet sehr wahrscheinlich ohne Theo Bücker, der bereits sein Rücktritt bekanntgegeben hat, statt. Im Oktober treffen wir dann auf Kuwait im Rahmen der Asienmeisterschaftsqualifikation. Wer dort unser Trainer sein wird und ob er überhaupt ansatzweise so erfolgreich sein wird wie Theo, weiß nur der liebe Gott.

Aufstellung: Abbas Hassan, Hassan Daher, Mootazbellah Jounaidi, Mohamad Zein Tahhan, Hamzeh Salameh (77. Nour Mansour), Onika, Faiz Shamsin, Mohamad Shamas, Hassan Maatouk, Hassan Chaaito (46. Nader Matar), Mahmoud Kojok (67. Mohamad Atwi)

Karten: Onika (gelb/82.), Abbas Hassan (gelb/90+2), Faiz Shamsin (gelb/88.)

Montag, 10. Juni 2013

Schiedsrichter nach Sex-Skandal verurteilt

Ein Schiedsrichtergespann aus dem Libanon ist für seine Verwicklung in einen Sex-Skandal in Singapur verurteilt worden. Die Assistenten Ali Eid und Abdallah Taleb wurden mit Haftstrafen von drei Monaten belegt, können aber aufgrund von bereits abgesessener Untersuchungshaft und guter Führung das Gefängnis wohl bereits am Dienstag verlassen. Wie lange der Hauptangeklagte, Schiedsrichter Ali Sabbagh, hinter Gittern muss, ist noch offen. Das Urteil wurde verschoben.

Eine Anti-Korruptions-Behörde in Singapur hatte den ungewöhnlichen Bestechungsskandal im asiatischen AFC-Cup aufgedeckt. Vor der Partie zwischen East Bengal aus Indien und den Tampines Rovers aus Singapur war das Schiedsrichtergespann mit Sex bestochen worden. Das Trio wurde umgehend ersetzt, das Spiel gewann East Bengal 4:2. Sabbagh hat als FIFA-Schiedsrichter einige Qualifikationsspiele für die WM 2014 in Brasilien geleitet.

Der AFC-Cup ist der zweitwichtigste Wettbewerb im asiatischen Vereinsfußball, vergleichbar mit der Europa League.

Quelle: Yahoo

Libanons Kader verändert sich

Held im letzten Spiel: Abbas Hassan
Im letzten Spiel gegen den Iran, welches im Rahmen der Weltmeisterschaftsqualifikation stattfinden wird, wird sich der Kader der libanesischen Nationalmannschaft um einiges verändern. Theo Bücker muss wegen Verletzungen, Sperren und auch privaten Angelegenheiten den Kader umkrempeln und sogar ein wenig verkleinern.

Die Nationalmannschaft ist bereits in Teheran angekommen und residiert im Esteghlal Hotel. Das Spiel wird um 17.30 deutscher Zeit auf Al Jazeera Sports +2 gesendet. Aus dem Kader für das Spiel gegen den Iran sind Youssef Mohamad (Verletzung), Abbas Atwi, Mohamad Haidar, Walid Ismail (Sperre), Haitham Faour und Ali Hamam.

So sieht dann der 18-Mann-Kader aus:

Tor: Abbas Hassan (Elfsborg Boras/Schweden), Lary Mehanna (Al Ansar), Mehdi Khalil (Safa)

Abwehr: Mootazbellah Jounaidi (Al Ansar), Nour Mansour (Safa), Mohamad Zein Tahhan (Safa), Mohamad Hammoud (Al Ansar), Hassan Daher (Shabab Sahel)

Mittelfeld: Hussein Awada (Al Ahed), Onika (Al Ahed), Nader Matar (zul. Canillas/Spanien), Mohamad Atwi (Al Ansar), Mohamad Shamas (Nejmeh), Hamzeh Salameh (Safa)

Sturm: Hassan Maatouk (Al Shaab/VAE), Hassan Chaaito (Al Ahed), Faiz Shamsin (Al Ijtimaai), Mahmoud Kojok (Al Ansar)

Gefolgt wird der Kader von Theo Bücker (Trainer), Peter Meindertsma (Co-Trainer), Fouad Balhawan (Geschäftsführer), Christian Schweichler (Torwart-Trainer), Jihad Mahjoub (Co-Trainer), Wadi Abdelnour (Medien-Koordinator), Jonny Ibrahim (Arzt), Fares Reide (Physiotherapeut) und Ahmad Fakhreddine (Zeugwart)

Donnerstag, 6. Juni 2013

Saad verlässt die Nationalmannschaft

Soony Saad wird die Nationalmannschaft nicht nach Iran begleiten. Grund dafür, ist die fehlende Spielberechtigung seitens der FIFA für den Stürmer von Kansas City der bereits gegen Südkorea gefehlt hat.

Daher wird man jetzt versuchen Saad´s Spielberechtigung für die Asienmeisterschaftsqualifikation zu erhalten. Da Saad´s wegen fehlender Spielerlaubnis und Walid Ismail´s Platz wegen einer gelb-roten Karte frei ist, wird Bücker laut einigen Medien Philippe Paoli (Racing Beirut) und Hamze Salameh (Safa Beirut) nachnominieren. Da auch Bilal Sheikh Najjarin weiter ungewiss ist, plant er möglicherweise Mohamad Hammoud (Al Ansar) ebenfalls zu nominieren.

Das Spiel am 11.06.2013 dürfte dann somit das letzte Spiel unter der Leitung des deutsch-holländischen Trainergespanns, bestehend aus Theo Bücker, Peter Meindertsma und Christian Schweichler, sein. Wer der Nachfolger sein wird, ist unbekannt.

Dienstag, 4. Juni 2013

Trauriges Ende eines starken Spiels!

Im vorletzten Spiel der Weltmeisterschaft trennte sich die libanesische Nationalmannschaft -immer noch!- überraschenderweise mit 1:1 vor heimischen Publikum im Camille Chamoun Stadion die Nationalmannschaft Südkoreas. Mann des Abends war wie damals im November 2011 der Torwart. Aber diesesmal war es nicht Ziad Al Samad, sondern Elfsborg Boras´ Mann Abbas Hassan. Dieser hielt die Mannschaft mit seinen Weltklasseparaden im Spiel.

Bücker musste auf so einige Umstellungen reagieren. So durfte wegen fehlender FIFA-Genehmigung Soony Saad nicht eingesetzt werden, während Adnan Haidar wegen einer Verletzung und Bilal Sheikh Najjarin, der wegen einer privaten Angelegenheit in Australien weilen musste, nicht eingesetzt werden.

Libanon begann mit einem sehr starken Flügelspiel durch den sehr stark aufspielenden Hassan Maatouk und Mohamad Haidar. Haidar überragte im gesamten Spiel durch schon fast schwindelerregende Dribblings die südkoreanische Abwehr platt. Unser einziger Treffer fiel in der zwölften Minute nach einer stark kominierten Ecke die am Ende ihren Weg zu Hassan Maatouk fand, der den Ball am Ende in den Kasten der Südkoreaner reinzimmerte.

Nach dem Tor machte unser Team weiter und ließ sich von der eigentlich Stärke Südkoreas überraschen. Die Defensive um Youssef Mohamad sowie die Offensive um Hassan Maatouk, dem sehr starken Mohamad Haidar und Haitham Faour spielten eine sehr starke Partie, die dem Gast das Leben, besonders in Hälfte eins das Leben sehr schwer machte.

In der zweiten Halbzeit machte Südkorea das Spiel. Sie starteten schon fast minütlich einen Angriff nach dem anderen. Ein Mann hatte etwas dagegen, dass die Südkoreaner das Spiel gewinnen. Nämlich Abbas Hassan. Dieser hielt mit Weltklasseparaden den Gegner in Schach. Ab und an, und das muss man hier ehrlich zugeben, half der Pfosten nach, so dass es sehr lange nach einem Sieg aussah. Dazu halfen noch einige Entlastungsangriffe die meist über Mohamad Haidar abliefen. Dieser vernaschte den Gegner nach Belieben. Das einzige was man ihm hier vorwerfen kann ist, dass er am Ende nicht konsequent genug war.

Mitten der Partie hätte es eigentlich noch einen Elfmeter geben können oder gar müssen. Mohamad Zein Tahhan, rannte sich in den Strafraum der Südkoreaner als dieser dann von gleich zwei Spielern eher nicht regelkonform gestoppt wurde. Der Schiedsrichter ließ aber die Partie weiterlaufen und nahm und so die Chance auf ein 2:0 weg.

Das war jetzt was kommt ist sehr traurig und villeicht ein wenig unverdient. Den so eine Abwehrleistung verdient auch mal Anerkennung. Als bereits die 90. Spielminute gespielt war, ließ das Schiedsrichtergespann um den Australier Ben Williams ganze neun Minuten nachspielen! Ein Allerweltsfoul kurz vor dem 16er wurde den Südkoreanern gegeben. Die ließen sich am Ende nicht noch ein 100 mal nicht vom Schiedsrichter bitten und versenkten in der 97.Minute!!! unhaltbar an Abbas Hassan vorbei ins Tor. Allein das die Partie um neun Minuten verlängert wurde, ist eine krasse Frechheit die sich die Schiedsrichter da gegeben haben. In der 99.Spielminute! kassierte Walid Ismail noch die gelb-rote Karte wegen einem taktischen Foul.

Wir können stolz auf unsere Jungs und Theo Bücker sein. Nach Bücker wird kein besserer unsere Nationalmannschaft übernehmen. In ein paar Tagen treffen wir in Teheran auf den Iran. Dort werden die Jungs -inshallah!- wieder das beste von sich geben, damit es in Asien ein fussballerisches Erdbeben gibt.

Aufstellung: Abbas Hassan, Mootazbellah Jounaidi, Youssef Mohamad (88.Amer Khan), Walid Ismail, Abbas Atwi, Hassan Maatouk, Mohamad Shamas(90+1 Nour Mansour), Hassan Chaaito (84.Abbas Ali Atwi), Mohamad Haidar, Mohamad Zein Tahhan

1:0 Hassan Maatouk 12´
1:1 Chi-Woo Kim 90+7´

Karten: Walid Ismail (59/gelb), Haitham Faour (89/gelb), Walid Ismail (90+9/gelb-rot), Mohamad Haidar (90+9/gelb)


Theo Bücker & Dodo in der Pressekonferenz!

Gestern fand die obligatorische Pressekonferenz zum vorletztem Spiel der WM-Qualifikation zwischen dem Libanon und Südkorea. Dabei gab unser Nationaltrainer sehr verwundert von den einheimischen Medien. Den von ihnen war kaum jemand anwesend.

Theo Bücker:

Zum Rücktritt von Roda Antar: Er hat sein internationales Karriereende verkündet. Es gibt das Sprichwort "Der König ist tot, es lebe der König!". Jetzt haben wir Youssef (Mohamad) als Kapitän. Es ist alles OK. Wir vermissen natürlich Roda, aber es ist nunmal so. Dafür ist Youssef da."

Zu den libanesischen Medien: "Ich dachte wir hätten ein Heimspiel. Wenn man sich mal hier im Raum umschaut, denkt man der Libanon würde auswärts in Südkorea spielen." Im Raum waren tatsächlich kaum ein libanesischer Reporter. Die südkoreanischen Medien hatten den ganzen Saal für sich beansprucht.

Zu den Chancen auf ein Weiterkommen: " Die Chancen sind schwer auszurechnen. Wir haben in der Runde davor sehr erfolgreichen, ordentlichen Fussball gespielt. Wir haben uns in dieser Runde das Genick gebrochen. Wir hatten vor kurzem den Wettskandal der alles über den Haufen geworfen hat. Trotzdem schauen wir jetzt nach vorne. Wir haben einige neue Spieler im Team, wir werden das beste versuchen..."

Bücker weiter: "Ich bin ehrlich. Wir haben uns es verbockt, als unsere Spieler die zwei Spiele gegen Katar verkauft hatten. Ab da war schon klar, dass wir uns nicht mehr qualifizieren werden. Wir haben jetzt einen Neuanfang. Wir werden diese zwei sehr schweren Spiele gegen Südkorea und den Iran als Vorbereitungsspiele für die Asienmeisterschaftsqualifikation nutzen. Wir werden den neuen Spielern Chancen geben sich zu zeigen. Wir haben gute Spieler, mit guten Talenten, das muss man so sagen. Aber die Unterstützung die wir von den Vereinen erhalten ist sehr amateurhaft."

Youssef Mohamad zu den Leistungen der Nationalmannschaft: "Wir haben Sachen erreicht, von denen hätte man nur träumen können. Es ist schon sehr stark, dass wir überhaupt in der letzten Runde sind, ist großartig. Die Chance auf ein weiterkommen ist nicht mehr da. Trotzdem wollen und werden wir uns gut verkaufen wollen. Das sind wir unseren Fans, die uns in vielen Spielen unterstützt haben, aufjednfall schuldig."

Und zu dem Fehlen von den einstigen Stammkräften sagte Dodo: "Natürlich fehlt dann die Bindung wenn du neue Spieler im Team hast, dennoch muss man ihnen auch eine Chance geben sich zu zeigen und zu beweisen. Die Spieler haben ja auch dafür etwas getan um im Team zu sein. Umsonst sind sie bestimmt nicht hier.


Sonntag, 2. Juni 2013

Libanesinnen sind voller Hoffnung

Der libanesische Fussball hat in den letzten zwei Jahren historische Momente erlebt. Mit dem Erreichen der vierten Runde der Asien-Qualifikation zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014 konnten endlich alle Libanesen um die Nationalmannschaft herum geeint werden. 

Während sich die Männer-Auswahl darauf vorbereitet, ihre letzten Partien in Gruppe A gegen Korea Republik in Beirut am kommenden Dienstag und gegen Iran in Teheran am 11. Juni zu bestreiten, wird die Frauen-Nationalelf zum ersten Mal in ihrer Geschichte an der Qualifikation zum AFC Asien-Cup der Frauen teilnehmen.

Die Libanesinnen hoffen darauf, die Fussballfans im Zedernland zu erfreuen und der Leistung der Männer nachzueifern. Am kommenden Mittwoch greifen sie in die Vorausscheidung für die Asienmeisterschaft 2014 ein, welche gleichzeitig als Qualifikation zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2015™ dient. Ihre Gegner lauten Jordanien, Usbekistan und Kuwait.

Vor der Abreise des Teams in Richtung Jordanien unterhielt sich FIFA.com mit Trainer Farid Nujaim, der diese erste Teilnahme als große Chance dafür sieht, dem Frauenfussball in seinem Land zu mehr Wachstum zu verhelfen.

Vorsichtiger Optimismus
Libanon ist ein konservatives Land, in dem der Frauenfussball kein großes Interesse erregt. Umso mehr, als die Auswahl der Männer in diesen letzten Jahren alle Blicke auf sich gezogen hat. Man muss dazu sagen, dass das Frauenteam bis heute erst an einem einzigen Wettbewerb teilgenommen hat: An der westasiatischen Frauen-Fussballmeisterschaft 2007 und 2011. Darüber hinaus dauert der nationale Wettbewerb lediglich drei Monate, so dass die Spielerinnen den Rest des Jahres tatenlos bleiben, und dies tut Nujaim Leid.
"Natürlich ist diese erste Teilnahme an der Qualifikation zur Asienmeisterschaft wichtig, doch wir haben nur acht Trainingseinheiten absolviert, um uns vorzubereiten, und die Meisterschaft ist seit drei Wochen vorbei. Zu allem Überfluss gibt es wenig Konkurrenz in der Meisterschaft, die nur sechs Teams umfasst und schlecht organisiert ist. Kurz, wir sind nicht ideal vorbereitet."

Der Trainer von Al Sadaqa verglich die Situation mit dem Nachbarland in Jordanien: "Dort weckt der Fussball großes Interesse. Die Meisterschaft ist länger und die Nationalelf konnte sich dank einer Unterbrechung der Liga und einiger Testspiele vorbereiten. Das verschafft ihnen einen Vorteil uns gegenüber."
Nujaim sprach auch über die Chancen seines Teams in dieser Qualifikation: "Usbekistan verfügt über Spielerinnen, deren athletisches Niveau unserem überlegen ist. Das jordanische Team hat zahlreiche talentierte Spielerinnen. Ehrlich gesagt, war ich für das erste Spiel gegen Jordanien optimistisch, doch wir wurden aus verwaltungstechnischen Gründen dreier wichtiger Spielerinnen beraubt."

Auf den Spuren der Männer
Trotz der aktuellen Ereignisse im Land und des fehlendes Interesses für den Frauenfussball hofft Nujaim, dass die Frauen-Nationalelf gute Ergebnisse erzielt, damit sich dieser Sport entwickeln und das Land in der Weltrangliste der Frauen verbessern kann. Libanon besetzt momentan den 110. Platz und den 25. Rang auf kontinentaler Ebene.

Er erklärte, dass die Frauen-Auswahl in die Fußstapfen der Männer treten will: "Bei meiner ersten Versammlung mit den Spielerinnen habe ich ihnen von der libanesischen Männermannschaft und den guten Ergebnissen erzählt, die sie trotz fehlender Mittel und eines bescheidenen Niveaus erreicht hat. Im Libanon sind ein großes Potenzial und viele Talente vorhanden, ganz zu schweigen vom sprichwörtlichen Kampfgeist unserer Spieler."

"Ich habe die Spielerinnen gebeten, ihr Bestes zu geben, um es genauso gut wie die Männer zu machen. Die Teilnahme an der Qualifikation zum Asien-Cup wird sehr stark zur Entwicklung unseres Sports beitragen und wird auch auf die Spielerinnen selbst eine positive Wirkung haben. Es ist das erste Mal, dass sie gegen Mannschaften dieses Niveaus spielen, und ich hoffe, dass diese Teilnahme nur der Anfang eines großen Abenteuers ist."

Doch der Trainer, der kürzlich mit Al Sadaqa die libanesische Meisterschaft und den Pokalwettbewerb gewann, ist der Meinung, dass der Fussball zusätzlich zur Unterstützung, welche die FIFA und der AFC bereits leisten, größeres Interesse wecken muss. Ansonsten ist wohl nicht daran zu denken, eine FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ zu erreichen.

Der junge, 29-jährige Coach, der mehrere AFC-Diplome erworben hat, ergänzte: "Ich habe dem Verband ein Entwicklungsprojekt für den Frauenfussball vorgelegt, das sich auf die Jugendarbeit und auf Teams in Schulen und Universitäten konzentriert."

"Die Sichtweise auf den Frauenfussball muss sich ändern. Die Arbeit muss an der Basis begonnen werden, um solide Grundlagen zu haben. Im Frauenfussball ist es möglich, in relativ kurzer Zeit eine Weltmeisterschaft zu erreichen. Unser Sport profitiert von der Aufmerksamkeit der FIFA und der AFC, doch der libanesische Verband muss sich mehr dafür interessieren, ihn zu entwickeln, denn an Talenten mangelt es Libanon nicht."
Auf genau diese Talente wird sich Nujaim stützen, um in die Fußstapfen der Männer-Auswahl zu treten und zu demonstrieren, dass nach dieser Teilnahme an der Qualifikation zum AFC Asien-Cup der Frauen für den libanesischen Fussball nichts mehr so sein wird wie früher.

Quelle: fifa.com