Samstag, 29. November 2014

17 Monate Coach der Zedernelf

17 Monate im Amt: Giuseppe Giannini
Seit Juli 2013 führt der 50-jährige Italiener Giuseppe Giannini die libanesische Nationalmannschaft mit seinem kleinen Trainerstab um Alberto di Chiara (Co-Trainer) und Giovanni Gervone (Torwarttrainer), die ebenfalls seine Landsleute sind. Neben ein paar ordentlichen Ergebnissen gab es aber auch übelste Niederlagen und nirgendwo so richtig der richtige Erfolg wie er unter Theo Bücker der die Nationalmannschaft bis in die Endphase der WM-Qualifikation im asiatischen Bereich gelang.

Am meisten tut den Libanesen das letzte Spiel der Asienmeisterschaftsqualifikation weh. Libanon zu dem Zeitpunkt schon unter Giannini, muss hoch genug gegen Thailand gewinnen um als bester dritter noch in die jetzt im Januar stattfindende Asienmeisterschaft in Australien teilnehmen zu können. Libanon führt überraschenderweise bis knapp zur 80. Minute mit 5:1 und hat einen überragenden Roda Antar auf dem Platz gehabt. Doch dann bekommt die Nationalmannschaft dieses zweite Gegentor was aber eins zu viel ist und sich deswegen jetzt China und der Irak vorgeschlichen haben. Am Ende entscheiden die Ostasiaten den Fernkrimi für sich und das kleine Libanon im Westen Asiens darf wieder von zuhause aus zuschauen.
Giannini im Training mit der NM

Giannini bestritt bisher mit der Nationalmannschaft insgesamt 15 Länderspiele. Davon waren 4 Pflichtspiele im Rahmen der Asienmeisterschaftsqualifikation, 2 im Rahmen der Westasienmeisterschaft, 8 Freundschaftsspiele und ein inoffizielles Freundschaftsspiel gegen die Olympiaauswahl Brasiliens.

Von diesen 15 Spielen konnte Giannini wettbewerbsübergreifend 3 Spiele gewinnen, 7 noch als unentschieden gestalten und 5 wurden verloren. Realistisch betrachtet und mit den Mitteln die ein libanesischer Nationaltrainer hat, ist das ein ordentlicher Wert. Jedenfalls besser als die Ergebnisse die noch vor einigen Jahren durch den einheimischen Coach Emile Rustom erreicht wurden, wo es reihenweise Riesenklatschen gab. Insgesamt also hat Giannini statistisch gesehen 16 Punkte geholt, was einen Schnitt von 1,06 Punkten gibt.

Der höchste Sieg unter Giannini war das 5:2 über Thailand im März 2014, die höchste Klatsche aber war gegen Katar im Oktober diesen Jahres, wo man mit 5:0 im Freundschaftsspiel sang- und klanglos unterging.

Mit der A-Nationalmannschaft gibt es aktuell keine großen Wettbewerbe. Aktuell wird vom Verband vermehrt ein Auge auf die U23-Auswahl geworfen, da man mit ihr demnächst an der Olympia-Quali teilnehmen wird. Auch da wird Giannini der Trainer sein.

Sonntag, 9. November 2014

Was wäre wenn...

Amin Younes ist der teuerste Libanese in Deutschland
die besten in Deutschland spielenden Libanesen sich in einer Mannschaft wiederfinden würden? Wir haben versucht das herauszufinden. Als Maßstab haben wir die Marktwerte von transfermarkt.de genommen und wir kamen dabei auf ein ordentliches Ergebnis.


Tor: Im Tor gab es bis vor kurzem noch den Krayer Libanesen Omar Allouche, der in der Regionalliga noch für Furore sorgte. Dieser hat sich aber aus dem Regionalligaalltag verabschiedet. Aktuell gibt es nur Daniel Zeaiter vom FSV Mainz 05 II. Dieser spielt mit seiner Mannschaft in der dritten Liga. Allerdings kam der erst 19-jährige bisher nicht zum Einsatz. Zeaiter hat auf der Plattform von Transfermarkt keinen Marktwert. Wir aber geben ihm den Mindest-MW von 50.000€.

Abwehr:
Joan Oumari (FSV Frankfurt): An Oumari gibt es aus libanesischer Sicht Aktuell kein Vorbeikommen. Sein rasanter Aufstieg in die zweite Bundesliga hat den gebürtigen Berliner einen Marktwert von 500.000€ beschert.

Gazi Siala (VFL Bochum II): Der gebürtige Hildesheimer spielt eine ordentliche Saison bei der Reserve der Bochumer. Bekanntheit hat er aber beim DFB-Pokalspiel als er mit seinem alten Club, dem SV Wilhelmshaven, dem großen BVB die Stirn bot. Siala hat einen Marktwert von 75.000€


Mittelfeld:
Hilal El-Helwe (TuS Havelse): Aktuell ist El Helwe mit 5 Treffern der beste interne Torschütze im Trikot von Havelse. Der erst 19-jährige Libanese, der auf den Rechtsaussen zum Einsatz kommt, hat ein Marktwert von 75.000€.

Abdel Abou Khalil (Neumünster): Der Linksaussen hat in dieser Saison bereits 4 mal zugeschlagen. Dazu sind ihm noch 2 Vorlagen gelungen. Mit seinen 23 Jahren hat Abou Khalil einen Marktwert von 75.000€.

Ali Moslehe (Lüneburg): Der sehr offensiv spielende Moslehe hat in seiner Karriere viel erlebt. Vor einiger Zeit wäre der heute 27-jährige beinahe nach Zypern gewechselt. Heute spielt er in der Regionalliga Nord und hat einen Marktwert von 75.000€.

Issa Issa (KFC Uerdingen): Der mittlerweile 30-jährige Libanese hat sehr viel in seiner Karriere erlebt. Seine Jugend verbrachte er noch bei Rot-Weiß Essen, FC Schalke und zuletzt bei Borussia Dortmund. Danach wechselte er immer wieder den Verein bis er bei Uerdingen gelandet ist. Der Marktwert des ehemaligen Nationalspielers von 2006 beträgt 100.000€.

Amin Younes (Kaiserslautern): Mit 1.500.000€ ist Amin Younes der aktuell teuerste Spieler mit libanesischem Pass. Younes ist aktuell von Mönchengladbach an Kaiserslautern ausgeliehen. Er spielt aktuell für die U21 der deutschen Nationalmannschaft.

Sturm:
Muhammed Alawie (Lüneburg): Aktuell ist Alawie mit vier Treffern der beste in seinem Team. Der 26-jährige Stürmer kommt auf einen Marktwert von 75.000€

Philippe Paoli (1.FC Köln II): Als er in der libanesischen Liga traf wie er wollte, wechselte er in die A-Jugend des renommierten Clubs Olympique Lyon. In einem Jahr gelangen Paoli auf Anhieb als hängende Spitze sieben Saisontreffer. Beim FC hat er so seine Probleme auf seine Einätze zu kommen. Er hat einen Marktwert von 25.000€

Mazan Moslehe (Lotte): Moslehe ging 2009 als talentierter Spieler in die österreichische Bundesliga zu Karpfenberg. Leider ist dem jetzt 24-jährigen ein Einsatz in der Bundesliga aufgrund langwieriger Verletzungen verwehrt geblieben. Aktuell hat Moslehe einen Marktwert von 100.000€.

Rechnet man die Marktwerte dieser 11 Spieler zusammen kommt man auf ca, 2.650.000€. Davon ist aber die Hälfte Amin Younes Wert. Dieser Schnitt wäre unter der 3.Liga anzusiedeln. In einer der vier Regionalligen wäre man damit wohl Meisterschaftskandidat.