Mittwoch, 22. Dezember 2010

Pokal-Aus gegen Duisburg


Der 1. FC Köln ist am Mittwochabend im Heimspiel gegen den MSV Duisburg nach einer knappen 1:2-Niederlage im Achtelfinale des DFB-Pokal ausgeschieden. Vor 44.500 Zuschauern im RheinEnergieStadion brachten Maierhofer und Koch die Gäste mit 2:0 in Führung, Terodde markierte den Anschlusstreffer.

Terodde erstmals in der Startelf

FC-Coach Frank Schaefer nahm im Vergleich zum Auswärtsspiel in Gelsenkirchen am vergangenen Samstag vier Wechsel in der Startelf vor. Lukas Podolski und Miso Brecko hatten ihre Verletzungen auskuriert und ersetzten Christian Clemens und Christopher Schorch. Zudem rückte Taner Yalcin für den gesperrten Petit in die Startelf. Schließlich lief Simon Terodde von Beginn an auf. Der Nachwuchsstürmer erhielt gegen seinen Ex-Verein den Vorzug gegenüber Sebastian Freis. Im Tor bestritt Faryd Mondragon sein letztes Spiel im Trikot des FC.

Früher Rückstand für den FC

Der 1. FC Köln erwischte einen denkbar schlechten Start ins Achtelfinale des DFB-Pokal. Bereits nach drei Minuten zirkelte Grlic eine Ecke maßgenau auf den Kopf von Maierhofer, der den Ball wuchtig über die Linie drückte – 1:0 für den MSV Duisburg. Doch der FC zeigte sich zunächst unbeeindruckt von dem Führungstreffer. Gerade mal eine Minute später verpasste Lanig nur um Zentimeter den Ausgleich, als er einen Kopfball nach einer Ecke von Lukas Podolski rechts neben den Kasten der Duisburger setzte. In der elften Minute war es wiederum Lanig, der mit einem Kopfball Gefahr heraufbeschwor und MSV-Keeper Yelldell zu einer Glanparade zwang.

FC-Offensive fehlt Durchschlagskraft

Danach ebbte der Kölner Angriffsfußball jedoch ab. Und hinten präsentierte sich der FC anfällig. Geromel (21.) und Mohamad (22.) luden durch ihr Abwehrverhalten die Gäste zu Chancen ein, die die Elf von Milan Sasic zur Erleichterung der FC-Fans aber ungenutzt ließ. Ein Fernschuss von Yalcin war in dieser Phase das einzige Ausrufezeichen des FC (27.). Der MSV blieb die gefährlichere Mannschaft. Bei einer Möglichkeit von Baljak konnte Mohamad im letzten Moment noch entscheidend stören (28.), eine Direktabnahme von Maierhofer (34.) entschärfte Faryd Mondragon sicher, schließlich schoss Trojan (40.) das Leder nur knapp über den Querbalken.

Zwar kam auch der FC noch durch einen Gewaltschuss von Lukas Podolski (38.) und einen Kopfball von Lanig (45.) zu Chancen, insgesamt ließ es die Mannschaft von Frank Schaefer aber an Durchschlagskraft vermissen und musste den Rückstand mit in die Pause nehmen.

Maierhofer sorgt für Gefahr

Mit zwei Änderungen startete der FC in die zweite Halbzeit. Kevin McKenna ersetzte den angeschlagenen FC-Kapitän Mohamad in der Innenverteidigung. Salger kam für Ehret auf der linken Außenbahn zum Einsatz. Kaum hatte Schiedsrichter Knut Kircher die Partie wieder freigegeben, bot sich dem FC schon die erste Möglichkeit. Yalcin flankte von der linken Seite mit viel Schnitt in den Strafraum, wo gleich mehrere FC-Spieler das Leder nur um Zentimeter verfehlten. Wenig später brachte Kevin McKenna bei einer weiteren Hereingabe von Yalcin zu wenig Druck hinter den Ball, so dass Yelldell keine Mühe hatte, den Ball zu parieren (53.). Auf der Gegenseite vereitelte Mondragon mit einer tollen Fußabwehr gegen Maierhofer einen höheren Rückstand (54.). Nur zwei Minuten später vergab der Österreicher erneut eine gute Möglichkeit, als er den Ball aus kurzer Distanz neben das Tor schoss.

Chancen auf beiden Seiten

Das Spiel war nun offener als noch in der ersten Halbzeit und beide Mannschaften kamen zu Möglichkeiten. Auf FC-Seite vergab Simon Terodde die größte Möglichkeit, als er sich mit dem Rücken zum Tor geschickt um seinen Gegenspieler drehte und aus spitzem Winkel an Yelldell scheiterte (60.). Auf Seite der Zebras tauchte Sahan zwei Mal völlig frei vor Mondragon auf. Bei seinem ersten Versuch scheiterte der Deutsch-Türke am Pfosten (63.), beim zweiten Versuch schloss er überhastet ab und verzog (65.). Zudem sorgte Baljak mit einem Flachschuss aus der zweiten Reihe für Gefahr (71.).

Terodde schenkt FC Hoffnung

Viel Aufregung dann in der 74. Spielminute. Clemens spielte Terodde frei, der mit einem trockenen Schuss den Ball an Yelldell vorbei in die Maschen drosch, doch Schiedsrichter Kircher verweigerte dem Treffer wegen einer Abseitsposition die Anerkennung. Im Gegenzug erhöhte Koch dann auf 2:0 für den MSV Duisburg, nachdem dieser sich im Zweikampf gegen Salger behauptet hatte (76.). Der FC warf nun nochmals alles nach vorne. Zunächst versäumten es Podolski und Jajalo bei einer Doppelchance den Anschlusstreffer zu erzielen (75.). Dann drosch Podolski einen indirekten Freistoß aus zehn Metern über den Querbalken. In der 83. Minute war es erneut der Nationalstürmer, der mit einem Schuss ans Außennetz Pech beim Abschluss hatte. Eine weitere Minute später wurde der FC schließlich für seine Angriffsbemühungen belohnt. Terodde nutzte eine Unachtsamkeit der MSV-Defensive aus und versenkte den Ball von der Strafraumgrenze im Tor der Gäste.

Der FC drückte weiter und hatte durch Terodde (86.) und Lanig (87.) noch weitere Möglichkeiten, am Ende gelang es der aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaft jedoch nicht mehr, die Verlängerung zu erzwingen. Somit muss sich der FC im Achtelfinale aus dem DFB-Pokal verabschieden.

1. FC Köln: Mondragon – Brecko, Mohamad (46. McKenna), Geromel, Ehret (46. Salger) – Matuschyk, Lanig – Jajalo, Yalcin (65. Clemens), Podolski – Terodde

MSV Duisburg: Yelldell – B. Kern, Bruno Soares, Bajic, Veigneau – Koch, Grlic – Sahan, Trojan (90. Reiche) – Maierhofer (89. Schäffler), Baljak (85. Yilmaz)

Tore: 0:1 Maierhofer, 0:2 Koch (76.), 1:2 Terodde (84.)

Zuschauer: 44.500

Schiedsrichter: Knut Kircher

Gelbe Karten: Podolski (13.), Yalcin (30.), Ehret (34.), Matuschyk (65.); Maierhofer (21.)

Quelle: 1.FC Köln

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