Dienstag, 14. Februar 2017

Interview mit Ahmed Mohamad (Jugendtrainier)

Wir berichten heute von einem libanesischen Trainer in Deutschland. Ahmed Mohamad (33 Jahre alt) trainiert als Co-Trainer zur Zeit die A Jugend des Niederrheinligisten Arminia Klosterhardt aus Oberhausen . Seine Jungs spielen um den Aufstieg in die A Jugend Bundesliga West. Wir haben ihn einige Fragen gestellt, u.a. wie er die Chancen um den Aufstieg sieht und was er vom libanesischen Fußball hält. 




Hallo Ahmed, das ist deine erste Station als Jugendtrainer. Wie kommst du zurecht ?

Ich habe eine Anfrage als Co-Trainer von meinem guten Freund Marcus Behnert bekommen und musste nicht lange überlegen diese Chance zu nutzen, denn es ist eine reizvolle Aufgabe. Wir haben talentierte Fußballer in unseren Reihen, die bereit sind alles zu geben um erfolgreich zu sein. Das macht uns die Arbeit mit den Jungs einfacher. 

Wie siehst du die Chancen vielleicht nächstes Jahr mit den Jungs in der Bundesliga gegen Gegner wie Schalke und Dortmund zu spielen?

Die Chancen sehen sehr gut aus, so gut wie nie zu vor. Die Plätze 1-3 sind eng besetzt und wir haben mit dem FC Kray und 1. FC Mönchengladbach starke Konkurrenten im Platz um den Aufstieg. Aber schaut man sich die Hinserie an, sieht man das wir mit jedem Team mithalten können. Wenn wir weiter hart arbeiten und alles abrufen, können wir Geschichte schreiben. Das wäre mir eine große Ehre mit der Mannschaft aufzusteigen in die A Junioren Bundesliga. 

Was hälst du vom Libanesischen Fußball bzw. Seinen Talenten? Ihr habt einen Jugendspieler in euren Reihen, hätte er das Potenzial nach ganz oben? 

Der libanesische Fußball liegt mir sehr am Herzen. Es wäre schön zu sehen, wenn unsere Nationalmannschaft mal in einem großen Turnier teilnehmen würde. Doch leider fehlt es an Professionalität beim Verband. Qualität und Talent wären vorhanden. 

Welche Talente kennst du ?

Es fallen mir jetzt ein, Malek Fakhro spielt bei SW Essen in der Oberliga, für sein Alter ein sehr bulliger Spieler. Oder ein Ismael Remmo von der Jugend bei Rot weiß Essen. Doch der Verband muss mehr mit Europa bzw Deutschland zusammenarbeiten, eventuell Scouts einstellen, die hier Leben und von hier aus nur arbeiten. Ich finde es schade um den libanesischen Fußball. Wir haben viele Fußballbegeisterte Fans, Talente. Eigentlich alles um an einem großen Turnier teilnehmen zu können, doch wie gesagt vom Verband muss mehr kommen. 

Wo siehst du dich in 5 Jahren? 

Ich habe bereits einen großen Schritt gemacht und Trainer zur Zeit in der Niederrheinliga, wenn auch nur als Co-Trainer. Ich sehe mich in Zukunft als Spielerberater oder scout, da ich das Auge habe für gute Spieler. Eventuell könnte ich mir vorstellen später im Arabischen Raum als Jugendtrainer zu arbeiten, bestenfalls im Libanon um die Jugend mit meinen Ideen zu fördern. 

Das wäre schon eine große Aufgabe ins Ausland zu ziehen und dort zu arbeiten, findest du nicht? 

Ich habe keine Angst vor Großen Herausforderungen, nur Respekt davor. 

Wie lange bist du schon als Trainer tätig? 

Sieben Jahre und ich eröffne bald mit meinem Partner Marcus Behnert eine Fussballschule. Libanesische Talente die von sich überzeugt sind, können sich gerne bei mir melden

Sonntag, 29. Januar 2017

Unser Kader für die Asienmeisterschaft

Die Nationalmannschaft wird Ende März sein erstes Pflichtspiel in der Qualifikation zur Asienmeisterschaft in Beirut gegen Hong Kong bestreiten. Zeit ist es nun für uns, dass wir uns einen Kader zusammenstellen, der unserer Meinung nach schlagkräftig genug ist, um gegen Hong Kong, Malaysia und Nordkorea zu bestehen.

Tor: Im Tor gibt es Aktuell keine Alternative. Wir haben mit Mehdi Khalil (Safa) einen sehr talentierten Torhüter, der zwar nur im Libanon unter Vertrag steht, aber immerhin mit Safa genug Einsätze sammelt um in Form zu bleiben. Aktuell hat Khalil bei 13 Ligaeinsätzen im Libanon 14 Gegentreffer kassiert und steht mit Safa auf Platz zwei der Tabelle.

Torhüter Nummer zwei stellt sich für uns in Form von Daniel Zeaiter (Duisburg/GER), der in der 3.Liga beim MSV Duisburg unter Vertrag steht. Hätte dieser genug Einsätze, hätten wir ihn wohl als Nummer 1 vorgezogen. Dem ist leider nicht so. In dieser Saison kam Zeaiter auf keine Einsätze im Trikot der Zebras.

Abwehr: Seit uns Youssef Mohamad dort verlassen hat, hat dieser auch eine riesige Lücke hinterlassen. Unsere Favoriten auf die Stammplätze wären wohl Joan Oumari (Al Nasr/VAE), Ali Hamam (Zob Ahan/IRN), Mootazbellah Jounaidi (Felda/MAL) und Nour Mansour (Safa). Auf die zweiter Reihe der Abwehr müsste man dann schon nach talentierten Spielern aus der libanesischen Liga suchen.

Mittelfeld: Das Mittelfeld muss ganz klar der Stabilitätsanker sein. Spieler wie Hassan Maatouk (Al Fujairah/VAE) und Mohamad Haidar (Safa) werden auf den Flügeln gefragt sein. Im zentralen Mittelfeld fehlt uns aber dann schon der Spieler der das Spiel leiten kann. In der Offensive wäre Bassel Jradi (Stromsgodset/NOR) eine gute Option. Neben Jradi könnte man Rabih Ataya (Zob Ahan/IRN), der aktuell im Iran spielt, aufstellen. Aber auch Jungs wie Hilal El-Helwe (Halle/GER), Omar El-Kurdi (Safa), Ghazi Honeine (Racing Beirut) und Haitham Faour (Al Ahed), der über reichlich Erfahrung im Libanon und bei der Nationalmannschaft gesammelt hat, sollte man nicht außer Acht lassen.

Sturm: Im Sturm sehen wir Soony Saad (Tero/THA), der in Thailand eine sehr gute Saison abgeliefert hat, ganz vorn. Neben ihn könnte man aber auch den aktuell besten libanesischen Torschützen Abu Bakr Al Mal (Tripoli) aufstellen, der bei Tripoli, einem der eher schwächeren Teams der Liga spielt und es trotzdem auf 8 Treffer und einigen Vorlagen gebracht hat. Hassan Chaaito (Al Ahed) und auch vielleicht Mohamad Ghaddar (Kelantan/MAL), der mehr als Back-up dienen sollte wären ebenfalls gute Optionen.

Am Ende wird es auch darauf liegen, ob der Verband es schafft Spieler wie Samir Ayass oder vor allem Amin Younes für sich zu gewinnen. Es wird aber auch an Coach Radulovic liegen, die Jungs bestmöglich auf die anstehende Qualifikation vorzubereiten. Egal ob die Jungs die im Kader stehen werden aus Legionären oder einheimischen Spielern besteht.

Mittwoch, 11. Januar 2017

Soony Saad zurück in die Heimat?





Bald könnten wir Saad wieder in der MLS sehen,
genau wie auf diesem Foto, im Trikot von
Sporting Kansas City, wo er von 2011-2014 gespielt hat.

Soony Saad soll angeblich das Interesse des neu gegründeten MLS-Franchise Minnesota United geweckt haben. Der 24-jährige Stürmer, der aktuell in der thailändischen Liga für BEC Tero Sasana spielt und bis vor kurzem noch an Pattaya United ausgeliehen war, zählte in der abgelaufenen Spielzeit zu den besten Spielern seines Teams. Dort gelangen ihm insgesamt 19 Scorerpunkte (9 Treffer/10 Vorlagen) in 28 Partien. Auch wenn es "nur" die thailändische Liga ist, ist das eine ziemlich starke Quote. Pattaya United gehört eher zum unteren Mittelfeld der thailändischen Liga und lässt dies die Quote des libanesischen Nationalspielers noch stärker erscheinen. Soony war gemeinsam mit dem Brasilianer Junior Negao die Lebensversicherung des thailändischen Vereins.



Saad, der in Dearborn (Michigan/USA) geboren ist, dürfte sicherlich selbst großes Interesse daran haben, in sein Geburtsland zurückzukehren und dementsprechend halten wir das Gerücht auch für ziemlich realistisch. Minnesota United hat aktuell nur 12 gelistete Spieler im Kader. Die neu gegründeten MLS-Teams müssen nämlich in kurzer Zeit ganze Kader zusammenstellen. Da wäre sicherlich Platz für einen Soony Saad, der sein Können in der MLS bereits in jungen Jahren aufblitzen ließ.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Ayass, ein Mann für unsere Nationalmannschaft?



Der libanesischstämmige Bulgare Samir Ayass soll laut libanesischen Medien vor einigen Monaten seinen libanesischen Pass in Bulgarien beantragt haben, um für die libanesische Nationalmannschaft aufzulaufen. 
Wer ist Samir Ayass? Der heute 26-jährige ist Sohn libanesischer Eltern, die nach Bulgarien emigrierten. Der Mittelfeldspieler ist in der Hauptstadt Sofia geboren und hat auch seine ersten Schritte im professionellen Schritten beim bulgarischen Traditionsclub ZSKA Sofia gemacht.

Ayass gab in der Vergangenheit oft zu, dass sein eigentliches Ziel die bulgarische Nationalmannschaft wäre, weil er eben dort geboren wurde und sein ganzes Leben in Bulgarien verbracht hat.

Und beinahe hätte es mit seinem Traum geklappt. Zwei Einsätze für die U21 gab es immerhin. Danach aber kam eine fünfjährige Funkstille zwischen ihm und den Verband Bulgariens, so dass er sich wohl nun dazu entschloss für den Libanon aufzulaufen.

Der zentrale Mittelfeldspieler hat in der höchsten bulgarischen Liga bisher 59 Einsätze gehabt. Dazu kommen noch 7 Tore und 7 weitere Torvorlagen.


Wie die Quelle berichtet, soll Nationaltrainer Miodrag Radulovic, Ayass eine Einberufung versprochen haben, wenn dieser sich für die libanesische Nationalmannschaft endgültig entscheiden würde.

Montag, 26. Dezember 2016

Libanesischer Geschäftsmann ließ seinen italienischen Club im Stich

Einige Zeit nach der Übernahme des Clubs Varese Calcio Mitte 2015 vom libanesischen Geschäftsmann Ali Zeaiter, soll dieser seinen Club, der zu dem Zeitpunkt von der zweiten in die dritte italienischen Liga abstieg im Stich gelassen haben und ihnen erst gar nicht die Lizenz für die dritte Liga beantragt haben.

Was uns ziemlich verborgen blieb ist, dass der Libanese sich schon nach sehr kurzer Zeit kein Interesse mehr an "seinem Verein" zeigte und ihn so zur Insolvenz zwang. Mit der Insolvenz zwang man auch den Verein zur Neugründung.

Dies hatte zur Folge dass der Traditionsverein aus der Lombardei nun nicht mehr in der dritten Liga spielte sondern den direkten Gang in die Viertklassigkeit antreten musste. Wäre der Verein in der dritten Liga, der Lega Pro geblieben, wäre Varese noch ein Verein mit Profistatus. So spielt man nun in der Serie D, die offizell die höchste Amateurliga ist.

Der Verein hätte normalerweise in der neunten Liga, der Terza Categoria starten müssen. Aber der italienische Verband gab dem Club die Chance sich in der vierten Liga zu finden.

Der Verein ist mittlerweile wieder in italienischen Händen. Der aktuelle Präsident heißt Gabriele Ciavarella.