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lebanfootball: Interview mit Ramez Dyoub

lebanfootball.blogspot.com führte ein Interview mit dem libanesischen Legionär Ramez Dyoub, der momentan bei Al Shabab Manama im Bahrain tätig ist.

Wie begannen Sie mit dem Fußball?

Ich begann mit dem Fußball in Tripoli. Irgendwann als ich 16 Jahre alt war, bin ich zu Safa Beirut gewechselt. Als mich der damalige irakische Trainer sah, hatte der mich sofort hochgezogen.

2009 wechselten Sie in die indische Liga zu Kingfisher East Bengal. Sie haben einige Trainingseinheiten mitgemacht. Trotzdem mussten Sie wieder nach Beirut zurück. Warum?

Ich hatte das Angebot von East Bengal angenommen gehabt. Aus dem Libanon sollten eigentlich meine internationalen Spielerpapiere kommen. Kamen die leider nicht. East Bengal hat noch mal vor der FIFA eingeklagt, doch es kam heraus, dass mich East Bengal zu spät als Transfer eingetragen hatte. Deswegen musste ich zurück

Wie kam es zum Kontakt zum Ex-Klub von Mohamad Ghaddar Al Shabab?

Ich kenne den Vereinspräsidenten und Mohamad Ghaddar. Dieser hatte mit dem Präsidenten nochmals gesprochen und alles wurde schnell geklärt mit dem Verein.

Die Saison im Bahrain geht in zwei Tagen weiter. Was erhoffen Sie sich in dieser Saison?

Ich will topfit in die Saison reingehen. Ich möchte gute Ergebnisse sehen und mich dadurch für höheres qualifizieren.

Ihr letztes Länderspiel war 2009 gegen Namibia. Warum haben Sie nicht an den letzten Länderspielen teilgenommen?

Wegen dem Transfertheater mit Safa. Der Verband und die Nationalmannschaft hatten mich für diese Zeit ignoriert.

Was ist der Unterschied zwischen der libanesischen und der bahrainischen Liga?

Nicht viel.Beides nicht wirklich starke Ligen.

Welcher Spieler aus dem Libanon hätte gute Chancen im Ausland zu spielen?

Es gibt da nur einen. Und das ist Hassan Maatouk. Ich glaube aber, dass er zufrieden ist, mit dem was er dort hat.

Gibt es Kontakte in eine europäische Liga?

Es gibt eine Person mit der ich meine Kontakte nach Europa pflege. Aber auch so. Der nächste Wechsel ist in Richtung Europa.

Würdest du irgendwann in den Libanon zurück wechseln wollen?

Niemals. Der libanesische Fußball besteht nur aus Politik. Das macht keinen Spaß. Libanon ist nur noch ein Urlaubsland.

Gibt es einen Trainer unter dem Sie sich am wohlsten gefühlt haben?

Es gab da einen englischen Trainer. Der hieß Peter. Ich wünschte ich könnte wieder unter ihm trainieren.

Was halten Sie von der Bundesliga?

Es ist eine der besten Ligen der Welt. Ich hoffe ich kann irgendwann mal dort spielen.

Welches Team mögen Sie?

Ich mag Werder Bremen.

Was sind Ihre Vorbilder?

Ich mag Zinedine Zidane als Fußballer, als Menschen meine Mutter.

Wie ist ihr Leben als Fußballer?

Ich bin eine ruhige Person. Ich bin zu jedem offen und herzlich. Ich versuche jeden Tag besser zu werden um Fußball in besseren Ligen spielen zu können.

Younes Simmo bedankt sich für das Interview.

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