Sonntag, 14. Oktober 2012

Kapitän Antar hofft auf weitere Erfolge




Einige Spieler, so hat es den Anschein, sind für die großen Augenblicke geboren. Es spricht einiges dafür, dass das auch für Roda Antar, dem Mannschaftskapitän Libanons, gilt.

Der mittlerweile 32-Jährige hat mehr als einmal bewiesen, dass er den Ausschlag geben kann, und so hat Libanon immer noch eine – wenn auch geringe – Chance, sich als einer der vier Vertreter Asiens für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ zu qualifizieren. In Abwesenheit Antars, der aufgrund von Visumproblemen fehlte, kassierte die Mannschaft bereits im ersten Spiel der vorherigen Qualifikationsrunde ein 0:6 gegen die Republik Korea. Nach diesem Ergebnis hatten die meistenLibanon bereits abgeschrieben.

Das sollte sich jedoch mit der Rückkehr des Stürmers von Shandong Luneng ändern. Angeführt von Antar gelang der Mannschaft eine Reihe überraschender Ergebnisse, darunter ein beeindruckender 2:1-Heimsieg gegen die Republik Korea, wodurch man erstmals die Endrunde der Qualifikation in Asien erreichte. Nachdem er die ersten drei Spiele verletzungsbedingt verpasst hatte, erzielte Antar den goldenen Treffer im Spiel gegen Iran und brachte sein Team damit erneut auf Kurs.

Ein erfolgreiches Comeback
"Dieser Sieg war sehr wichtig für uns", erklärt der ehemalige Spielmacher des SC Freiburg und des 1. FC Köln gegenüber FIFA.com. "Es war unser erster Sieg gegen Iran, und das war hervorragend für unsere Moral. Durch diesen Triumph am letzten Spieltag sind wir auch nach wie vor im Rennen. Was mich angeht, so war es mein erstes Spiel, nachdem ich drei Monate aussetzen musste. Ich bin so glücklich darüber, dass ich den Siegtreffer erzielen konnte."

Mit nur einem Zähler aus drei Partien war Libanon in das Spiel gegen Iran gegangen. Die Spieler wussten genau, dass man nur mit einem Dreier noch Chancen auf die WM-Qualifikation haben würde. Die Gäste dominierten zwar über weite Phasen das Spiel, doch nach 27 Minuten erzielte Antar per Kopf das einzige Tor des Tages. Anschließend rettete Torhüter Abbas Hassan mit einer ganzen Reihe von Glanzparaden den nicht für möglich gehaltenen Sieg der Hausherren.

"Hassan hat einen großen Job zwischen den Pfosten verrichtet", lobt Antar seinen Torhüter. "Seine Leistung hat uns natürlich auch dazu gebracht, über uns hinauszuwachsen. Ein Torhüter wie er kann den Unterschied ausmachen. Wir müssen uns aber auch bei den Fans und den Medien bedanken, beide haben uns bislang in der Qualifikation fantastisch unterstützt."

Goldene Generation 
Das laufende Turnier für Brasilien 2014 ist bereits Antars vierte WM-Qualifikation. Obwohl man bislang jedes Mal scheiterte, sind Antar & Co. mittlerweile zu einem ernst zu nehmenden Gegner in Asien geworden.

"Ich spiele schon seit 1998 für die Nationalmannschaft und war bei den letzten drei Versuchen, uns für die WM zu qualifizieren, dabei", erzählt Antar. "Die Mannschaft hat in all den Jahren große Fortschritte gemacht und sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Das aktuelle Team ist sicherlich das Beste in der Geschichte des Landes."

Antar führt die Leistungen des Teams auch auf den großen Kampfgeist zurück: "Unsere Fans feuern uns nicht nur wegen der Ergebnisse an, sondern auch, weil unser Kampfgeist uns durch so viele wichtige Schlachten getragen hat. Wir sind schließlich nicht Japan oder die Republik Korea, die viele Starspieler aufzuweisen haben. Wir haben kaum Spieler, die im Ausland spielen, aber dafür nehmen wir unser Herz in beide Hände und machen den Großen das Leben schwer."

Aus Druck kann etwas Positives erwachsen
Am 14. November stehen die Libanesen in Katar vor einer weiteren schwierigen Aufgabe. Mit einem Sieg könnten sie sogar den Sprung unter die ersten zwei schaffen. Da es um sehr viel geht, möchte Antar keine Vorhersagen machen.

"Ich gebe eigentlich nie Tipps ab und möchte mich nicht zu den Chancen äußern. Ein Spieler sollte sich immer auf die Spiele vorbereiten, indem er in Topform antritt. Wir werden das Spiel genießen und unser Bestes geben. Wenn wir weiterhin so spielen, sehen wir nach zwei oder drei Spielen vielleicht klarer, was unsere Qualifikationschancen angeht."

"Was meine Rolle als Spielführer angeht, so bedeutet das für mich in erster Linie Verantwortung und nicht Druck. Ich muss meinen Job gut machen und versuchen, zusammen mit meinen Kameraden Siege zu holen. Aus Druck kann auch etwas Positives erwachsen, denn dann leistet man oft am meisten.

Quelle: www.fifa.com

Kommentare:

  1. Ich verstehe immernoch nicht warum bücker nicht den Bilal aziz in die nationalMannschaft holt. Immerhin spielt er in der 1. Türkischen Liga und ist immernoch Jung.
    Zudem wundere ich mich warum man nicht yousef fakhro beruft. Er spielt in der 1. Schwedischen Liga und wäre eine gute Alternative in der innenverteidigung. Mit mohamad als innenverteidiger.

    Oder Jerónimo Amione . Hat einen Marktwert von immerhin 800.00 euro und spielt in der 1. Mexikanischen Liga. Könnt ihr gerne bei Transfermarkt suchen. Alles libanesen, die ich hier nenne.

    Oder joan Oumari ...spielt bei Erfurt


    Mit diesen Spielern wäre Libanon noch stärker




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  2. jungs wo ist ahmad zreik lange nicht mehr im kader geshen

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