Mittwoch, 14. November 2012

Libanon am Boden zerstört

Walid Ismail, der wohl beste Spieler des Tages

Die libanesische Nationalmannschaft traf am heutigen Tage im Rahmen der Weltmeisterschaftsqualifikation auf den Gastgeber Katar. Diesen musste man sich vor ca. 12.500 Zuschauer im Jassim Bin Hammad Stadion zu Doha mit 1:0 geschlagen geben.

Die erste Halbzeit in Doha gestaltete die libanesische Nationalmannschaft ganz gut mit. Man ließ in den ersten Minuten die Kataris eigentlich kaum atmen. Theo Bücker muss ihnen wohl gesagt haben, dass die ersten Minuten der Partie sehr wichtig sind und Antar & Co. es nicht so einfach hergeben sollten.

Unsere Mannschaft stand in den ersten 45. Minuten hinten sehr stabil. Bis auf eine Aktion in den letzten Minuten, als man den Ball und Gegner am 16er "vergaß". Diese Aktion wurde dann aber noch als Team gu gelöst. In der Offensive hatten wir drei gute und auch nennenswerte Chancen. Die erste war ein Volleyschuss von Mahmoud El Ali, den er aber früh in der Partie, zu weit am Tor vorbeischoss, die zweite ein Schuss von Abbas Atwi, der gut plaziert war, aber wohl zu schwach geschossen wurde und kurz danach ein ähnlicher Schuss von Ahmad Zreik, der vorher einige Kataris "cool" stehen ließ.

In der zweiten Halbzeit lief das Spiel eigentlich sehr verhalten ab. Das Problem an unserer Mannschaft war, dass die Torschüsse sehr halbherzig ausgeführt wurden, als hätte man vor etwas Angst. So musste es dann irgendwie geschehen, dass wir in der 75. Minute ein Gegentor kassierten. Sebastian Soria schlug aus gut 20 Metern den Ball halbhoch an unserem ein wenig zu weitstehenden Abbas Hassan ins Tor vorbei. Manche meinten er hätte ihn halten müssen, andere meinten Youssef Mohamad hätte vorher schon klären müssen. Naja wie dem auch sei: Soria ist leider der Spieler der uns in der gesamten Qualifikation den Kopf „abgehackt“ hat. Erst zerstört er unsere Träume in Beirut und nun hier in Doha.

Zwar ist der Weltmeisterschaftszug abgelaufen, doch wir können uns erhobenen Hauptes in Asien zeigen. Denn keiner aber auch wirklich keiner hätte damit gerechnet dass wir Nationen wie Kuwait, VAE, Iran und Südkorea besiegen könnten.

Dennoch geht für unsere Nationalmannschaft das Leben weiter. In weniger als einen Monat treffen wir auf den Oman und Palästina im Rahmen der Westasienmeisterschaft. Vielleicht können die Jungs sich von der wiedermal unnötigen ablenken.

Aufstellung: Hassan, Zreik, Najjarin, Mohamad, Ismail, Faour (86.Al Mohamad), Maatouk (76. Chaaito), Atwi (81.Shamsin), Antar, Haidar, El Ali

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