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17 Monate Coach der Zedernelf

17 Monate im Amt: Giuseppe Giannini
Seit Juli 2013 führt der 50-jährige Italiener Giuseppe Giannini die libanesische Nationalmannschaft mit seinem kleinen Trainerstab um Alberto di Chiara (Co-Trainer) und Giovanni Gervone (Torwarttrainer), die ebenfalls seine Landsleute sind. Neben ein paar ordentlichen Ergebnissen gab es aber auch übelste Niederlagen und nirgendwo so richtig der richtige Erfolg wie er unter Theo Bücker der die Nationalmannschaft bis in die Endphase der WM-Qualifikation im asiatischen Bereich gelang.

Am meisten tut den Libanesen das letzte Spiel der Asienmeisterschaftsqualifikation weh. Libanon zu dem Zeitpunkt schon unter Giannini, muss hoch genug gegen Thailand gewinnen um als bester dritter noch in die jetzt im Januar stattfindende Asienmeisterschaft in Australien teilnehmen zu können. Libanon führt überraschenderweise bis knapp zur 80. Minute mit 5:1 und hat einen überragenden Roda Antar auf dem Platz gehabt. Doch dann bekommt die Nationalmannschaft dieses zweite Gegentor was aber eins zu viel ist und sich deswegen jetzt China und der Irak vorgeschlichen haben. Am Ende entscheiden die Ostasiaten den Fernkrimi für sich und das kleine Libanon im Westen Asiens darf wieder von zuhause aus zuschauen.
Giannini im Training mit der NM

Giannini bestritt bisher mit der Nationalmannschaft insgesamt 15 Länderspiele. Davon waren 4 Pflichtspiele im Rahmen der Asienmeisterschaftsqualifikation, 2 im Rahmen der Westasienmeisterschaft, 8 Freundschaftsspiele und ein inoffizielles Freundschaftsspiel gegen die Olympiaauswahl Brasiliens.

Von diesen 15 Spielen konnte Giannini wettbewerbsübergreifend 3 Spiele gewinnen, 7 noch als unentschieden gestalten und 5 wurden verloren. Realistisch betrachtet und mit den Mitteln die ein libanesischer Nationaltrainer hat, ist das ein ordentlicher Wert. Jedenfalls besser als die Ergebnisse die noch vor einigen Jahren durch den einheimischen Coach Emile Rustom erreicht wurden, wo es reihenweise Riesenklatschen gab. Insgesamt also hat Giannini statistisch gesehen 16 Punkte geholt, was einen Schnitt von 1,06 Punkten gibt.

Der höchste Sieg unter Giannini war das 5:2 über Thailand im März 2014, die höchste Klatsche aber war gegen Katar im Oktober diesen Jahres, wo man mit 5:0 im Freundschaftsspiel sang- und klanglos unterging.

Mit der A-Nationalmannschaft gibt es aktuell keine großen Wettbewerbe. Aktuell wird vom Verband vermehrt ein Auge auf die U23-Auswahl geworfen, da man mit ihr demnächst an der Olympia-Quali teilnehmen wird. Auch da wird Giannini der Trainer sein.

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